Plötzlicher Kindstod
Australisches Forscherteam findet Anhaltspunkte zur Ursache
„Das Kind hört unbemerkt auf zu atmen – und stirbt. Der plötzliche Kindstod oder auch SIDS (‚Sudden Infant Death Syndrome‘) ist für Eltern ein absoluter Alptraum!
Bisher gab es keinerlei Erklärung, warum dieser bei einigen gesunden Säuglingen eintritt. Auch wenn die Fallzahlen über die Jahre hinweg zurückgegangen sind, verstarben im Jahr 2020 laut Uniklinik Bonn noch immer 84 Säuglinge in Deutschland im Schlaf. Jetzt scheint Dr. Harrington mit ihrem Team das Enzym Butyrylcholinesterase (BChE) als mögliche Ursache identifiziert zu haben, wie eine Fachzeitschrift jetzt veröffentlichte. Das Team untersuchte die Blutproben von 67 verstorbenen Säuglingen, die einige Tage vor der Geburt entnommen wurden. Bei dem entsprechenden Enzym handelt es sich um einen Botenstoff im Gehirn, der dafür sorgt, dass Kinder automatisch aufwachen, falls die Atmung aussetzt. Im Rahmen der Untersuchung wurde festgestellt, dass die Aktivität von Butyrylcholinesterase (BChE) bei den verstorbenen Babys deutlich niedriger war. Auf dieser Grundlage möchte das Forscherteam nun an einem entsprechenden Screening-Test für Babys arbeiten, um das Risiko für plötzlichen Kindstod zu ermitteln. Wir von Kinderheldin begrüßen es sehr, dass in diesem Bereich intensiv geforscht wird, denn: durch unsere tägliche Arbeit wissen wir, wie traumatisierend der Verlust des eigenen Kindes für Eltern ist. Und wie groß die Sorge von Eltern, dass es passieren könnte. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit gering ist, dass ein Baby am plötzlichen Kindstod verstirbt, ist alles was dabei hilft, die Ursache sicher einzuordnen und dementsprechend das Risiko zu minimieren, ein wichtiger Schritt!
Die ersten Monate mit dem eigenen Kind sind eine sehr besondere Zeit. Und es ist ganz normal, dass bei Eltern Unsicherheiten, Sorgen und Ängste aufkommen. Dazu gehört auch das Thema plötzlicher Kindstod. Hier ist ausführliche Beratung das A und O: So geht es beispielsweise im Kinderheldin-Online-Kurs ‚Gesunder Babyschlaf‘ auch um eine sichere Schlafumgebung und somit die Prävention eines plötzlichen Kindstodes. Eltern können in dem Kurs und auch in einer persönlichen Beratung bei Kinderheldin alles zu dem Thema fragen, was ihnen auf der Seele brennt. Aufklärung und Wissen zum richtigen Umgang mit dem Baby nehmen meist schon die größten Ängste und Sorgen. Wir werden häufig auch bezüglich unserer Einschätzung zu Schlafüberwachungs-Tools für Babys befragt. Bei der Nutzung solcher Geräte gibt es Vor- und Nachteile. Manchen Eltern geben sie ein Gefühl von Sicherheit, andere wiederum sind dadurch ständig in ‚Alarmbereitschaft‘. Je klarer und sicherer die Ursachen geklärt werden können, desto sicherer natürlich für die Eltern.