5 Tipps zur Förderung der Sprachentwicklung bei Kleinkindern
Seit seiner Geburt arbeitet das kindliche Gehirn unermüdlich daran, neuronale Verbindungen zu knüpfen und das Konzept der "Sprache" zu erfassen. Insbesondere das Sprechen markiert einen bedeutenden Meilenstein in der Entwicklung eines Kindes. Anfangs versteht der Nachwuchs mehr Wörter, als er selbst verbal ausdrücken kann. Doch nach und nach fügen sich alle Puzzlestücke zusammen, und Kinder beginnen, wöchentlich bis zu zehn neue Wörter zu artikulieren. Untersuchungen haben ergeben, dass der Wortschatz eines Kleinkindes deutlich expandiert, sobald es etwa 50 Wörter verwenden kann. Diese aufregende Phase, bekannt als "Sprachexplosion", setzt in der Regel zwischen dem 18. und 24. Lebensmonat ein.
5 Tipps zur Förderung der Sprachentwicklung bei Kleinkindern
1. Sprachreiche Umgebung schaffen
Schaffen Sie eine sprachreiche Umgebung für Ihr Kleinkind, indem Sie während alltäglicher Aufgaben einfach mit ihm sprechen. Versuchen Sie, Ihre Handlungen, selbst banale Hausarbeiten oder Kochtätigkeiten, zu beschreiben und zu erklären, damit es neue Wörter lernt und Bekanntes vertieft: "Jetzt werde ich das Geschirr abwaschen. Oh, das Wasser ist sehr warm." Auch wenn es anfangs vielleicht ungewöhnlich klingen mag, merkt sich Ihr Kind Ihre Worte und verknüpft sie mit den entsprechenden Handlungen.
2. Gespräche mit Ihrem Kleinkind führen
Forschungen zeigen, dass Interaktionen zwischen Erwachsenen und Kindern das sich noch entwickelnde Gehirn stimulieren. Indem Sie auf Ihr Kind eingehen und über Themen sprechen, die es interessieren, können Sie ihm wertvolle Sprachkenntnisse vermitteln. Starten Sie ein Gespräch, indem Sie auf Dinge zeigen, die im Alltag vorkommen: "Schau mal, da ist ein Vogel am Himmel. Kannst Du 'Vogel' sagen?" Oder reagieren Sie auf die Worte Ihres Kindes, indem Sie sagen: "Ich höre einen Hund; dieser Hund bellt laut." Warten Sie auf die "Antwort" oder Reaktion Ihres Kindes und setzen Sie die "Unterhaltung" fort.
3. Blickkontakt suchen
Suchen Sie Blickkontakt, da Ihr Kleinkind automatisch nach Hinweisen sucht, um die Bedeutung neuer Wörter zu verstehen. Ihr Gesicht ist dabei eine der besten Informationsquellen. Wenn Ihr Kind sieht, wie sich Ihr Mund bewegt, kann es diese Bewegungen den Lauten zuordnen und versuchen, sie nachzuahmen. Achten Sie darauf, sich auf Augenhöhe zu begeben, indem Sie sich hinknien, in die Hocke gehen oder Ihr Kind hochheben, damit es Ihr Gesicht gut erkennen kann.
4. anspruchsvollere Sprache verwenden
Verwenden Sie anspruchsvollere Sprache, da Ihr Kleinkind für einen erweiterten Wortschatz bereit ist. Beschreiben Sie das Gesehene so genau wie möglich: "Sieh dir diesen wunderschönen Distelfalter an, wie er über die Blumen fliegt." Nutzen Sie Wörter wie "riesig" anstelle von "groß". Vermeiden Sie es, schwierige Begriffe in Büchern zu vereinfachen – der Kontext durch Ihr Vorlesen und die Bilder hilft Kindern, Sinn in Wörtern zu erkennen, auch wenn sie diese erst später selbst aktiv verwenden.
5. lebendiges Vorlesen
Gestalten Sie die Vorlesezeit lebendig, da die Art und Weise, wie Sie Ihrem Kind vorlesen, die Entwicklung seiner Sprachkenntnisse beeinflusst. Beziehen Sie die Vorlesegeschichte auf die Erfahrungen und den Alltag Ihres Kindes, um es aktiv in die Handlung einzubeziehen. Finden Sie Verbindungen zwischen der Geschichte im Buch und Erlebnissen Ihres Kindes im realen Leben: "Sieh mal, der Junge streichelt eine Katze. Das hast du heute Morgen auch gemacht!" Lovevery Spielzeugsets enthalten kleine Bücher mit realen Abbildungen von altersgerechten alltäglichen Situationen oder Gegenständen, die sich hervorragend für gemeinsames Lesen eignen. Zum Beispiel das Büchlein "Ich besuche einen Freund" im Forscher-Set für Kinder von 31 bis 33 Monaten oder "Farbenfrohes Essen" im Realisten-Set für 19 bis 21 Monate alte Kinder.
Ihr Kleinkind genießt wahrscheinlich die gemeinsame Lesezeit, auch wenn die aufgeregten Kommentare oder die Hartnäckigkeit, ein Buch oder eine Seite immer wieder zu lesen, den Lesefluss stören. Die gute Nachricht ist jedoch, dass das Vorlesen nicht perfekt strukturiert sein muss, um die Sprachentwicklung Ihres Kindes zu fördern. Die 'Unterbrechungen' Ihres Kindes bedeuten nämlich, dass es in seiner Ausdrucksfähigkeit Fortschritte macht – es kann seine Bedürfnisse, Wünsche und Meinungen in Worte fassen. Durch Wiederholungen wird zudem der passive Wortschatz erweitert, was dem Kind hilft, Wörter und Konzepte zu verstehen und miteinander zu verknüpfen.