Black Friday: Wenn Rabatte trügen und Rücksendungen teuer werden

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Black Friday gilt als Startschuss für das Weihnachtsgeschäft. Wie sich dabei faire Preise, überschaubare Rücksendekosten und ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen sinnvoll miteinander verbinden lassen.

Wie jedes Jahr startet mit dem Black Friday die besonders der Höhepunkt des Weihnachtsgeschäfts. Wie in der Pressemeldung der Verbraucherzentrale Bayern mitgeteilt, locken Händler im Netz und vor Ort mit zahlreichen Sonderangeboten, die nicht immer halten, was sie versprechen. Viele Preisnachlässe entpuppen sich als Mogelpackung, die Rücksendungen können kostspielig werden und die Umwelt ist stärker belastet als gedacht.

Vermeintliche Preiskracher genau prüfen

Rabatte beziehen sich häufig auf die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers, die im Alltag oft kaum eine Rolle spielt. „Auf den ersten Blick verlockende Rabatte sind deshalb oft irreführend. Verbraucher sollten prüfen, ob der Preis wirklich ein Schnäppchen ist“, sagt Tatjana Halm, Juristin bei der Verbraucherzentrale Bayern. Sinnvoll ist es laut Pressemeldung, Preise über einen längeren Zeitraum zu beobachten, um echte Angebote erkennen zu können.

Lange Wege und hohe Rücksendekosten vermeiden

Immer häufiger stammen Angebote von Händlern außerhalb Europas, meist aus Asien. Das verlängert nicht nur Transportwege und belastet das Klima, sondern kann bei Rücksendungen auch teuer werden. Oft wird erst nach dem Kauf deutlich, dass der Firmensitz des Händlers nicht innerhalb der EU liegt und Verbraucher deshalb die Versandkosten einer Rücksendung selbst tragen müssen. „Man sollte vor dem Kauf genau prüfen, wo der Händler seinen Firmensitz hat und welche Rücksendekosten anfallen“, rät Tatjana Halm.

Nachhaltige Alternativen nutzen

Viele Anschaffungen werden aus spontaner Kauflaune heraus getätigt, obwohl sie nur selten benötigt werden. Die Verbraucherzentrale Bayern empfiehlt darum, Alternativen in Betracht zu ziehen. Dazu gehört etwa das Leihen über Sharing Plattformen, das Ausleihen im privaten Umfeld, der Kauf gebrauchter Produkte oder das gemeinsame Anschaffen von Werkzeugen innerhalb der Familie. Diese Möglichkeiten entlasten nicht nur das Budget, sondern verringern auch unnötigen Konsum und schonen die Umwelt.

Fazit

Der Black Friday bietet Chancen auf echte Preisvorteile, doch oft verbirgt sich hinter einem verlockenden Angebot eine Preisfalle. Wer bewusst einkauft, Preise vergleicht, den Firmensitz des Händlers prüft und mögliche Rücksendekosten im Blick behält, kann Fehlkäufe vermeiden. Oder lohnt sich vielleicht doch eine Alternative?

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