Earth Hour 2024: Deine Stunde für die Erde!

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Nur noch ein Monat bis zu einer der wohl symbolträchtigsten Aktionen für den Klimaschutz weltweit: Am 23. März ruft der WWF zur Earth Hour auf. Unter dem Motto "Deine Stunde für die Erde!" steht die diesjährige Aktion, die einen dringend benötigten Moment der Einheit und Solidarität in einer Zeit des angespannten Zeitgeistes bieten soll. Krisen, Konflikte und Kriege beherrschen die Schlagzeilen und die Gemüter der Menschen. Doch der WWF möchte die Earth Hour nutzen, um zu zeigen, dass wir zusammenstehen für mehr Klimaschutz, für Respekt füreinander und für unsere Erde sowie für die Demokratie.

Viviane Raddatz, Klimachefin beim WWF Deutschland, erklärt: "Wir glauben an ein friedliches Miteinander jetzt und in Zukunft und stellen uns gegen Rechtsruck und die damit einhergehende Leugnung von Klimakatastrophen. Gemeinsam fordern wir eine Politik, die Klimaschutz umfassend fördert und langfristig im Staatshaushalt verankert."

Wann findet das ganze statt?

Am 23. März um 20.30 Uhr werden Menschen auf der ganzen Welt für eine Stunde ihre Lichter ausschalten. Auch in Deutschland ist das Engagement groß: Bereits über 300 Gemeinden haben ihre Teilnahme zugesagt. Neu in diesem Jahr ist die Einführung der "Hour Bank", die die Stunden zählt, die Menschen bereits vor und während der Earth Hour für die gemeinsame Sache einsetzen – sei es durch die Teilnahme an Klimakursen der WWF Akademie oder durch nachhaltiges Kochen.

"Wir blicken auf ein Jahr mit negativen Rekorden und Schlagzeilen zurück, von Hitze bis hin zu Überschwemmungen. Aber wir blicken auch auf das Jahr zurück, in dem die Staatengemeinschaft auf der Klimakonferenz in Dubai historische Schritte zur Abkehr von fossilen Energien und zur Verdreifachung der erneuerbaren Energien weltweit unternommen hat", sagt Raddatz.

Nun richtet sich der Blick auf die Bundesregierung, da Deutschland beim Ausbau erneuerbarer Energien und bei der Schaffung eines langfristig tragfähigen öffentlichen Haushalts hinterherhinkt. "Die Energiewende und die Wärmewende gehen nicht schnell genug voran, und die Verkehrswende wird vom zuständigen Ministerium ausgebremst", kritisiert Raddatz. "Es braucht nun die nötige politische Klarheit und keine Last-Minute-Richtungswechsel, die letztlich dem Ansehen der Demokratie in Deutschland und Europa schaden."

Weltweiter Aufruf

Der WWF ruft zum 18. Mal zur Earth Hour auf. Nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt werden für eine Stunde die Lichter ausgeschaltet – an berühmten Bauwerken ebenso wie in Büros, Häusern und Wohnungen. Die "Stunde der Erde" wird mittlerweile auf allen Kontinenten gefeiert. In den vergangenen Jahren haben sich tausende Städte in 192 Ländern beteiligt. Allein in Deutschland haben im Jahr 2023 579 Städte und Gemeinden teilgenommen. Städte und Unternehmen können sich auch für 2024 in den kommenden Wochen weiter anmelden.

Mehr Infos gibt es HIER.

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