Leopoldina warnt: Social Media kann Kinder gefährden

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© AnnaStills

Instagram, TikTok & Co. prägen den Alltag – doch intensive Nutzung kann belastend wirken. Ein neues Papier der Leopoldina warnt vor Risiken für das psychische Wohlbefinden und fordert klare Altersgrenzen sowie Schutzmaßnahmen.

Viele Kinder und Jugendliche nutzen täglich soziale Medien wie Instagram, TikTok oder WhatsApp. Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina warnt nun in einem neuen Diskussionspapier vor möglichen Gefahren: Bei einer sehr intensiven Nutzung können soziale Netzwerke das psychische, emotionale und soziale Wohlbefinden beeinträchtigen.

Wenn aus Spaß Belastung wird

Die Autorinnen und Autoren des Papiers machen deutlich: Soziale Medien können bei übermäßigem Gebrauch negative Auswirkungen auf das psychische, emotionale und soziale Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen haben. Manche junge Menschen entwickeln sogar ein riskantes oder suchtähnliches Nutzungsverhalten.

Obwohl nicht alle Risiken abschließend wissenschaftlich geklärt sind, empfehlen die Forschenden, nach dem Vorsorgeprinzip zu handeln: Das bedeutet, Kinder und Jugendliche schon jetzt zu schützen, sobald Hinweise auf mögliche Gefahren bestehen.

Altersgrenzen und Schutzmaßnahmen

Um Kinder und Jugendliche zu schützen, formulieren die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler konkrete Empfehlungen:

Außerdem sollen soziale Netzwerke so reguliert werden, dass Altersgrenzen technisch überprüfbar sind. Ein Beispiel: Die geplante EUDI-Wallet, ein digitaler Altersnachweis, könnte künftig einen rechtssicheren Zugang ermöglichen.

Bildung und Aufklärung als Schlüssel

Doch Verbote allein reichen nicht. Die Leopoldina betont, wie wichtig es ist, Kinder und Jugendliche zu einem reflektierten und kompetenten Umgang mit digitalen Medien zu befähigen. Dazu schlagen die Forschenden vor:

Forschung geht weiter

Noch viele Fragen sind offen: Welche Mechanismen genau wirken sich auf die Psyche aus? Welche Schutzmaßnahmen greifen am besten? Um Antworten zu finden, fordern die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mehr Forschung. Nur so können Politik, Bildung und Gesellschaft Kinder und Jugendliche in der digitalen Welt besser begleiten.

-unterstützt durch KI-

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