SOS-Kinderdörfer fordern stärkere Kinderrechte in deutscher Außenpolitik

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© SOS-Kinderdörfer weltweit Herman / Fotograf: David Ausserhofer

Kriege, Hunger, Klimakrise – weltweit sind Kinder besonders stark betroffen. Die SOS-Kinderdörfer fordern von der neuen Bundesregierung, Kinderrechte in den Mittelpunkt der Außen- und Entwicklungspolitik zu stellen.

Angesichts zahlreicher globaler Krisen fordern die SOS-Kinderdörfer weltweit die neue Bundesregierung auf, den Schutz von Kindern stärker in den Mittelpunkt ihrer Außen- und Entwicklungspolitik zu stellen.

Appell an die Bundesregierung

„Die Kinder dieser Welt dürfen von der neuen Bundesregierung nicht links liegen gelassen werden“, erklärte Lanna Idriss, Vorstandsvorsitzende der Hilfsorganisation. Deutschland habe sich bereits vor langer Zeit international verpflichtet, die Rechte von Kindern zu achten und zu fördern. Deshalb sei es nun notwendig, dass Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe einen klaren Schwerpunkt auf den Schutz von Kindern setzen.

Jedes dritte Kind lebt in Armut

Laut SOS-Kinderdörfer lebt weltweit fast jedes dritte Kind in Armut. Viele haben keinen Zugang zu Bildung, medizinischer Versorgung oder sicheren Lebensbedingungen. Kriege – etwa in der Ukraine oder im Gazastreifen – sowie Hungersnöte in Ländern wie dem Sudan und Somalia gefährdeten die Zukunft von Millionen Kindern.

Warnung vor Kürzungen

Die Organisation warnt zudem vor den geplanten Haushaltskürzungen der Bundesregierung."Die von der Bundesregierung vorgesehenen Kürzungen werden uns nicht ermöglichen unsere Werte zu vertreten und unserer globalen Verantwortung gerecht zu werden", so Idriss.

Kinderrechte auch in der Klimapolitik stärken

Auch mit Blick auf die Klimapolitik brauche es eine klare Strategie."Die Klimakrise bedroht ganz massiv die Lebensgrundlage und Zukunftschancen junger Menschen und künftiger Generationen. Wir sollten uns gemeinsam dafür stark machen, jedem Kind ein gesundes Aufwachsen zu ermöglich" , sagte Idriss.

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