Stoppt die Schließung von Geburtskliniken
Die alarmierende Schließung von geburtshilflichen Kliniken
Ein dringender Appell für eine bedarfsgerechte Reform
Die fortschreitende Schließung von geburtshilflichen Kliniken in Deutschland ist zweifelsohne ein Skandal. Schon seit Jahren warnt der Deutsche Hebammenverband vor den gravierenden Folgen dieser Entwicklung. Die Basisversorgung von Müttern und Neugeborenen kann angesichts dieser unkontrollierten Klinikschließungen nicht mehr gewährleistet werden. Die zwangsläufig resultierenden unzumutbar weiten Anfahrtswege, überfüllte Geburtsstationen und überlastetes Personal an anderen Standorten stellen eine enorme Belastung für Schwangere und Gebärende dar.
Geburtshilfe spielt untergeordnete Rolle
Es erscheint völlig unverständlich, dass die Geburtshilfe in den aktuellen Krankenhausreformen nur eine untergeordnete Rolle spielt, obwohl sie mit jährlich mehr als 700.000 Fällen einen der Hauptgründe für Krankenhausaufenthalte darstellt. Was uns hier präsentiert wird, ist nicht nur ein schwerwiegender Rückschlag für die klinische Geburtshilfe in den Regionen, sondern offenbart auch den niedrigen Stellenwert, den Geburten in unserem Land einnehmen.
Notfallversorgungen gehen ersatzlos verloren
Mit jeder geschlossenen Geburtsklinik verschwindet nicht nur ein wichtiger Geburtsort, sondern es geht auch eine dringend benötigte ambulante Notfallversorgung ersatzlos von der Landkarte verloren. Überall in unserem Land sollten sich Frauen, Neugeborene und ihre Familien auf eine flächendeckende und qualitativ hochwertige Geburtshilfe verlassen können. Dies ist nur möglich, wenn ausreichend Hebammen vorhanden sind und die Standorte finanziell abgesichert sind.
Es ist offensichtlich, dass eine wirkungsvolle Reform, die diesen Namen verdient, die Finanzierung der Geburtshilfe strikt an den Bedürfnissen von Frauen und Familien ausrichten muss. Es darf nicht an falschen finanziellen Anreizen festgehalten werden. Die Sicherung der Geburtshilfe sollte oberste Priorität haben, um die Grundversorgung für Mütter und Neugeborene in Deutschland zu gewährleisten.
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