Viele Frauen sorgen selbst vor – doch Altersarmut bleibt Risiko
Geringere Einkommen, Teilzeit und Erziehungszeiten sorgen für eine Rentenlücke, die Frauen deutlich stärker trifft als Männer. Eine aktuelle Studie zeigt: Sicherheit und flexible Lösungen sind gefragt – aber der Schlüssel liegt im rechtzeitigen Vorsorgen.
Frauen fühlen sich im Alter nicht gut abgesichert. Das kommt nicht von ungefähr: Immerhin sind Frauen häufiger von Altersarmut bedroht als Männer. Das zeigt eine repräsentative Befragung des Marktforschungsinstituts Civey im Auftrag der DEVK unter 2.500 Bundesbürgern.
Zwar kümmern sich drei von vier Frauen (76 Prozent) eigenständig um ihre Altersvorsorge, doch strukturelle Hürden bleiben. „Selbst ist die Frau, aber die Lücke ist groß“, sagt Katharina Hoge, stellvertretende Leiterin im Produktmanagement Leben der DEVK.
Ursachen für die Rentenlücke
Vor allem Teilzeitarbeit (63 Prozent), geringere Einkommen (61 Prozent) sowie berufliche Auszeiten wegen Kindererziehung (53 Prozent) führen laut Studie zu deutlich niedrigeren Rentenansprüchen.
Die Zahlen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft verdeutlichen das Ungleichgewicht: 2023 erhielten Frauen in Deutschland im Schnitt 936 Euro monatliche Rente, Männer dagegen 1.427 Euro. Für viele Frauen reicht das nicht aus, um den Lebensstandard im Alter zu sichern.
Was Frauen von Vorsorgeprodukten erwarten
Besonders gefragt sind Sicherheit und bezahlbare Kosten. Rund die Hälfte legt Wert auf Garantien, 41 Prozent achten auf niedrige Gebühren. Flexibilität, etwa durch Beitragspausen oder variable Einzahlungen, ist für jede vierte Frau wichtig. Männer gewichten im Vergleich höhere Renditechancen stärker.
Flexible Lösungen als Antwort
Die DEVK verweist auf neue fondsgebundene Rentenversicherungen, die flexible Garantieniveaus und kostengünstige ETF-Anlagen ermöglichen. Wichtig bleibt laut Experten jedoch vor allem eines: frühzeitig mit der Vorsorge zu beginnen, damit Frauen finanziell unabhängig bleiben und selbstbewusst in die Zukunft blicken können.