Wenn Stress ansteckend wird: Viele Familien können Weihnachten kaum genießen

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© copperpipe

Die staade Zeit steht bevor, doch für viele Familien ist die Weihnachtszeit alles andere als besinnlich und friedlich. Eine aktuelle Civey-Umfrage im Auftrag der App Super Chill zeigt, dass Stress während der Feiertage häufig innerhalb der Familie weitergegeben wird. 

84 Prozent der Eltern, die sich in der Adventszeit stark belastet fühlen, beobachten auch bei ihren Kindern Anzeichen von Überforderung oder Reizbarkeit. Was eigentlich eine Zeit der Ruhe und Verbundenheit sein sollte, wird für viele zu einer Phase der Anspannung – mit spürbaren Folgen für die ganze Familie…

Reizüberflutung statt Weihnachtszauber

Zwischen Glitzer, Geschenken und Termindruck verlieren viele Familien die Ruhe. Laut der Studie berichten 57 Prozent der Eltern, dass ihre Kinder in der Weihnachtszeit unter Reizüberflutung leiden, etwa durch Konsumdruck, laute Umgebungen und zu viele Verpflichtungen. Besonders stark betroffen sind Kinder, die bereits Social Media nutzen: Hier liegt die Quote der Überstimulation bei 60 Prozent.

Auch die Erwachsenen selbst stehen zunehmend unter Spannung. 62 Prozent fühlen sich in der Weihnachtszeit stark beansprucht, vor allem Eltern mit höherem Bildungsniveau oder Führungsverantwortung. „Gerade dort, wo vermeintlich alles da ist, Geld, Bildung, Möglichkeiten, ist die emotionale Belastung oft besonders hoch” , erklärt Jennifer Meißner, Country Managerin DACH bei Super Chill. „Viele Eltern haben hohe Ansprüche an das perfekte Familienfest. Das überträgt sich – bewusst oder unbewusst – auf die Kinder“

Vergleichsdruck und Geschenkewahnsinn

Ein weiterer Stressfaktor ist der gesellschaftliche Vergleich. Fast sechs von zehn Eltern beobachten bei ihren Kindern unrealistische Wünsche, beeinflusst durch Werbung oder Freundeskreis. In Großstädten wie Hamburg, Bremen und Berlin, aber auch in Thüringen, ist der Druck, teure Geschenke zu bekommen, besonders hoch. So entsteht ein Kreislauf aus Erwartung und Enttäuschung, der die Stimmung in vielen Familien trübt.

Wunsch nach Ruhe und Entlastung

Die Ergebnisse der Studie zeigen deutlich, dass der Wunsch nach Entlastung wächst. 69 Prozent der Eltern wünschen sich ein ruhigeres, achtsameres Weihnachtsfest. Mehr als die Hälfte sieht in festen Ritualen einen Weg, um zu mehr innerer Balance zu finden. Viele Familien suchen nach Möglichkeiten, um inmitten von Reizflut und Erwartungen Momente der Ruhe zu schaffen: Sei es durch gemeinsame Gespräche, bewusstes Abschalten oder kleine Pausen im Alltag.

Fazit

Wenn Eltern gestresst sind, spüren Kinder das unmittelbar. Die Studie zeigt, wie eng die emotionale Verfassung in Familien miteinander verknüpft ist. Mit bewussten Pausen und realistischen Erwartungen kann es gelingen, die Feiertage wieder zu dem zu machen, was sie eigentlich sein sollten, eine Zeit der Verbundenheit, Nähe und inneren Ruhe.

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