Ausgezeichnete Kindernotfallversorgung mit Zukunft: TelEmergency Kids begeistert mit digitaler Hilfe

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© Klaus Krischock / München Klinik

Wenn Kinder plötzlich krank werden oder sich verletzen, ist schnelle Hilfe gefragt – doch was tun, wenn das nächste Kinderkrankenhaus weit entfernt ist? Genau hier setzt das Projekt TelEmergency Kids an – und sorgt für eine echte Verbesserung in der Notfallversorgung von Kindern. Dafür wurde das Modell jetzt mit dem zweiten Platz beim Deutschen Telemedizinpreis 2025 ausgezeichnet.

Was steckt hinter TelEmergency Kids?

Die München Klinik Schwabing und das Klinikum Ebersberg München Ost haben Anfang 2025 gemeinsam das Projekt TelEmergency Kids gestartet. Die Idee: Kinder, die mit akuten Beschwerden in die Notaufnahme in Ebersberg kommen, sollen auch dann optimal versorgt werden, wenn vor Ort keine Kinderklinik verfügbar ist.

Per Videokonsultation (Telekonsil) schaltet sich ein erfahrener Kinder-Notfallmediziner aus dem Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin (Kooperation der München Klinik Schwabing mit dem TUM Universitätsklinikum) direkt zur Behandlung dazu. So erhalten Eltern, Kinder und Ärzte in Ebersberg sofort Rückendeckung von spezialisierten Fachleuten. Gemeinsam wird entschieden, ob das Kind direkt verlegt, vor Ort behandelt oder ambulant weiter betreut werden kann.

Das spart Zeit, Nerven – und in vielen Fällen eine belastende Fahrt ins weit entfernte Krankenhaus.

Über 3.000 junge Patienten in einem Jahr

Allein 2024 wurden mehr als 3.000 Kinder und Jugendliche in der Notaufnahme des Klinikums Ebersberg versorgt – rund 10 Prozent aller Notfälle. Dank TelEmergency Kids ist für viele Familien jetzt eine deutlich entspanntere und kindgerechtere Versorgung möglich – auch außerhalb großer Städte.

Die Vorteile auf einen Blick:

Ein Projekt mit Vorbildfunktion – ausgezeichnet auf Bundesebene

Am 11. Juni 2025 wurde TelEmergency Kids beim 15. Nationalen Fachkongress Telemedizin in Berlin mit dem renommierten Telemedizinpreis geehrt. In einem starken Teilnehmerfeld wurde das Projekt auf Platz 2 gewählt – ein Zeichen dafür, wie wichtig und zukunftsweisend diese Art der digitalen Zusammenarbeit ist.

Stimmen zur Auszeichnung:

Dieter Reiter, Oberbürgermeister München: „TelEmergency Kids setzt ein starkes Zeichen für eine kindgerechte und wohnortnahe Notfallversorgung – auch über Stadtgrenzen hinweg.“

Robert Niedergesäß, Landrat Ebersberg: „TelEmergency Kids hilft den Familien in unserer Region wirklich sehr, das haben die Erfahrungen und Rückmeldungen aus den ersten sechs Monaten belegt.“

Prof. Dr. Viktoria Bogner-Flatz, Chefärztin Notaufnahme Ebersberg: „Den Vorteil für Kinder und Jugendliche erleben wir jeden Tag – die Auszeichnung macht das Projekt auch überregional bekannt.“

Dr. Götz Brodermann, München Klinik: „Unsere Zusammenarbeit setzt Maßstäbe in der gezielten telemedizinischen Vernetzung. Davon profitieren die Patienten spürbar.“

Ein Blick in die Zukunft: Modell für ganz Deutschland?

Was in Ebersberg und München funktioniert, könnte bald bundesweit Schule machen. TelEmergency Kids ist ein digitales Versorgungsmodell mit echtem Potenzial, Versorgungslücken zu schließen – gerade im ländlichen Raum.

Eltern können sich sicherer fühlen, Kliniken werden entlastet und Kinder erhalten schnell die Hilfe, die sie brauchen. Ein modernes Beispiel dafür, wie Technik Familien konkret unterstützt.

Quelle: München Klinik

- unterstützt durch KI -

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