Gemeinsam wachsen auf dem Bauernhof in Irschenberg

Caritas Kinderdorfgemeinschaft eröffnet neuen Kinderbauern in Irschenberg

© bfl-relations.de

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Die Caritas Kinderdorfgemeinschaft hat ihren neuen Kinderbauernhof in Irschenberg feierlich eröffnet. Dieser Ort dient nicht nur der Produktion gesunder Lebensmittel, sondern auch der Stärkung von Verbindungen, der Entfaltung von Potenzialen und dem lebenslangen Lernen.

Sofort erkundeten Kinder, Jugendliche, Betreuer und Gäste gemeinsam das Gelände mit dem neuen Bauwagen in Grub in Irschenberg. Bereits im vergangenen Jahr wurden dort Obstbäume und Beerensträucher gepflanzt. Bei trockenem Wetter wurden die Grenzen des rund 5.000 Quadratmeter großen Grundstücks mit Stöcken markiert, das einen schönen Mischwald mit Bachlauf umfasst.

Geld soll gezielt und langfristig eingesetzt werden

Der Kinderbauernhof ist ein langfristiges Projekt, das dank der maßgeblichen finanziellen Unterstützung eines Lehrerehepaars realisiert werden konnte. Christina Strobel und Matthias Schweinberger aus Schaftlach entschieden sich, ihr Geld nach einem Unfall nicht für sich selbst zu verwenden oder einfach nur zu spenden, sondern gezielt für ein langfristiges Engagement im Bereich Kinder einzusetzen. Sie möchten Teil des Projekts sein, ihrem Leben Sinn geben und Hoffnung schöpfen.

Die Eröffnung des neuen Kinder-Bauernhofs

Zur Eröffnung wurden Kartoffeln und Zwiebeln im großen Bauerngarten eingepflanzt. Für das Aussäen von Samen und das Einpflanzen vorgezogener Pflanzen war die Erde noch zu nass, erklärte Katharina Fichtner, Sozialpädagogin im Kinderdorf, die das Projekt vorstellte.

Was ist das Ziel des neuen Kinderbauernhofs in Irschenberg?

Die Kinderdorfkinder sollen zukünftig auf dem Bauernhof Pflanzen säen, pflegen, ernten, die Ernte verarbeiten und das Saatgut für das folgende Jahr aufbewahren. Ziel ist es, ihre Selbstwirksamkeit zu stärken und Gestaltungskompetenzen im Sinne der Bildung zur nachhaltigen Entwicklung zu fördern. Sie lernen spielerisch den Wert regionaler Lebensmittel und deren ökologische Zusammenhänge kennen.

Der Aufenthalt in der Natur fördert die Kompetenzen der Kinder auf einzigartige Weise, da sie die Lebenszusammenhänge in den wechselnden Jahreszeiten erleben. Die Betreuten übernehmen Verantwortung für sich und andere, stärken ihr Mitgefühl durch die Sorge um die Pflanzen und üben Sozialkompetenzen sowie Empathie auf ungewohnter Ebene.

Es ist noch ein langer Weg bis zu den ersten Tieren auf dem Bauernhof

Das Projekt Kinderbauernhof benötigt Zeit, um sich zu entwickeln und ist daher langfristig angelegt. Es wächst in dem Tempo, das durch menschliche und natürliche Ressourcen vorgegeben ist. Aus diesem Grund werden zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Tiere angeschafft. Als nächster Schritt soll ein Tipi die Feuerstelle ergänzen, und die Kinder aus dem Kinderdorf haben bereits weitere Ideen für die Zukunft.

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