Wanderausstellung macht häusliche Gewalt sichtbar
Hinschauen statt wegsehen: Eine Wanderausstellung im Atrium Holzkirchen informiert über häusliche Gewalt und macht Mut, Unterstützung anzunehmen.
Häusliche Gewalt betrifft viele Menschen und bleibt dennoch oft unsichtbar: Die Wanderausstellung Häusliche Gewalt LOSwerden des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales macht darauf aufmerksam. In sechs Modulen mit insgesamt zwölf Gestaltungsflächen zeigt sie die unterschiedlichen Formen häuslicher Gewalt auf und informiert über Hilfsangebote.
Eröffnung und Begleitangebot
Zur Eröffnung der Ausstellung am 20. Januar begrüßte Bürgermeister Christoph Schmid zahlreiche Gäste. Unter ihnen waren Frau Dietz von der Polizeiinspektion Holzkirchen, die Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Miesbach, Frau Pfeufer und Frau Häberlein, sowie Frau Gallin vom gemeinnützigen Verein MaVia. Ebenfalls anwesend waren Barbara Brandlhuber, Gemeinwesen Mitarbeiterin beim Markt Holzkirchen, und Simon Ammer von der SPD-Fraktion, der als Ideengeber für die Ausstellung gilt.
Begleitend zur Ausstellung bietet der Verein MaVia am Dienstag, 5. Februar, von 10 bis 12 Uhr eine persönliche Beratung direkt im Atrium an. Die Wanderausstellung Häusliche Gewalt LOSwerden ist noch bis zum 16. Februar 2026 im Atrium des Marktes Holzkirchen zu sehen.
Gewalt hat viele Gesichter
Drei Gestaltungsflächen widmen sich häuslicher und sexualisierter Gewalt gegen Frauen. Ein weiteres Modul dient als allgemeines Informationsboard. Die restlichen Bereiche thematisieren häusliche Gewalt gegen Männer sowie Gewalt gegen Kinder und Jugendliche und zeigen jeweils konkrete Hilfs- und Unterstützungsangebote auf.
Deutlich wird dabei: Häusliche Gewalt ist kein Randphänomen. Sie zieht sich durch alle gesellschaftlichen Schichten und ist unabhängig von Alter, Einkommen oder Bildungsstand.
Ein besonderes Impuls-Modul hinter einem Vorhang fordert die Besucherinnen und Besucher dazu auf, nicht wegzuschauen, sondern hinzusehen. Ergänzt wird die Ausstellung durch Informationsmaterialien, Hinweise auf Hilfsstellen sowie das Konzept Bayern gegen Gewalt. Sie zeigen, dass Unterstützung möglich ist, und ermutigen dazu, Gewalt nicht hinzunehmen.
Ein Appell an alle
Bürgermeister Christoph Schmid unterstreicht die Bedeutung der Ausstellung: „Häusliche Gewalt geht uns alle an. Diese Ausstellung macht deutlich, wie vielfältig Gewalt sein kann, und zeigt zugleich Wege der Hilfe auf. Sie ermutigt Betroffene und ihr Umfeld, hinzusehen, nicht zu schweigen und Unterstützung anzunehmen. Denn jedes einzelne Vorkommnis, das künftig vermieden werden kann, macht unsere Welt ein Stück besser.“
Die Ausstellung setzt damit ein klares Zeichen für Aufmerksamkeit, Prävention und Solidarität und richtet sich an alle, die nicht länger wegsehen wollen.