Essen zur falschen Zeit? So wirkt sich spätes Essen auf die Gesundheit aus

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Viele Familien kennen es: Der Alltag ist voll, Termine und Hobbys verschieben das Abendessen oft nach hinten. Doch Studien zeigen, dass genau dieses späte Essen problematisch für unsere Gesundheit sein kann – auch wenn man sich eigentlich für eine „Nachteule“ hält. Warum das so ist und was Familien dagegen tun können, erfährst du hier.

Der Körper hat eine innere Uhr – und die isst mit

Unser Körper funktioniert nach einem festen Takt, dem sogenannten zirkadianen Rhythmus. Diese innere Uhr beeinflusst zahlreiche Vorgänge wie Verdauung, Stoffwechsel oder Hormonausschüttung – und sie läuft nicht rund um die Uhr gleich effektiv. Morgens ist der Stoffwechsel aktiver, abends läuft er auf Sparflamme. Das bedeutet: Späte Mahlzeiten kann der Körper schlechter verarbeiten.

Wichtig für Familien: Auch wenn die Kinder spät aus der Schule kommen oder die Eltern lange arbeiten – idealerweise sollte das Hauptessen eher früher am Tag stattfinden.

Was sagt die Wissenschaft?

Ein Forschungsteam um Prof. Dr. Olga Ramich vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) hat untersucht, wie sich der Zeitpunkt der Kalorienaufnahme auf den Blutzucker und die Insulinempfindlichkeit auswirkt. Ihre Erkenntnisse basieren auf Daten von 46 gesunden Zwillingspaaren.

Das Ergebnis ist eindeutig:

„Menschen, die ihre Hauptkalorien früher im Tagesverlauf zu sich nahmen, hatten eine bessere Insulinempfindlichkeit“, erklärt Ramich.

Wer dagegen vor allem abends viel isst, riskiert langfristig einen schlechteren Zuckerstoffwechsel, ein höheres Risiko für Typ-2-Diabetes und Übergewicht. Auch der Taillenumfang war bei diesen Personen auffällig größer.

Gene und Gewohnheiten – nicht alles ist leicht zu ändern

Die Studie zeigt auch: Unsere Essgewohnheiten sind zum Teil erblich bedingt. Bis zu 60 Prozent der täglichen Essenszeiten lassen sich auf genetische Faktoren zurückführen. Das erklärt, warum es vielen Menschen schwerfällt, ihren Rhythmus zu ändern – gerade in Familien, in denen jeder einen anderen Takt lebt.

Lerche oder Eule: Warum der Chronotyp zählt

Manche Kinder stehen morgens von allein auf, andere sind kaum wach zu bekommen – das liegt am sogenannten Chronotyp. Lerchen sind früh aktiv, Eulen eher nachts. Für beide gilt:

Tipp für Familien mit kleinen Eulen: Wenn möglich, das Frühstück später nachholen oder ein kleines Frühstück mitgeben – zum Beispiel ein Vollkornbrot oder Haferflocken zum Mitnehmen.

Fazit: Früher essen, gesünder leben – für Groß und Klein

Auch wenn der Alltag manchmal stressig ist – eine familienfreundliche Essenszeit kann viel bewirken:

Ein bewusster Umgang mit der Zeit des Essens kann Übergewicht, Stoffwechselproblemen und langfristigen Gesundheitsrisiken vorbeugen – ganz unabhängig vom Alter oder Chronotyp.

Quelle: Deutsches Grünes Kreuz e.V.

- unterstützt durch KI -

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