Was hilft wirklich bei Erkältung?
Von Hühnersuppe bis Zwiebelsäckchen: Diese Hausmittel helfen sanft bei Erkältung und stärken das Immunsystem der ganzen Familie.
Wenn die Nase läuft, der Hals kratzt und die Stimmung sinkt, ist sie wieder da: die Erkältungszeit. Besonders Familien mit Kindern erwischt es oft gleich mehrfach im Jahr. Doch nicht immer muss man zu Medikamenten greifen, denn im Haushalt findet man so manchen Helfer, der gar nichts kostet:
1. Viel trinken – aber richtig
Trinken scheint wohl jede Krankheit zu heilen? Nicht immer, aber bei einer Erkältung sind Wasser und Tee ein echtes Wundermittel. Schnupfen und Co. reizen die Schleimhäute. Flüssigkeit hilft, festgesetzten Schleim zu lösen und den Körper bei der Abwehr zu unterstützen. Am besten eignen sich warme Getränke wie Tee mit Honig (ab einem Jahr), heiße Zitrone oder einfach warmes Wasser.
Zwergerl-Tipp: Lindenblüten-, Thymian- oder Salbeitee wirken zusätzlich schleimlösend und beruhigend.
2. Inhalieren – wohltuender Dampf für die Atemwege
Warmes Inhalieren ist eines der ältesten Hausmittel und eines der wirksamsten. Der Dampf befeuchtet die Atemwege, löst Schleim und beruhigt die Schleimhäute.
Für Kinder: lieber mit Inhalationsgerät (kein heißes Wasser in Schüssel!)
Für Erwachsene: 10 Minuten über einer Schüssel mit heißem Wasser und etwas Salz inhalieren.
Achtung: Ätherische Öle wie Eukalyptus oder Pfefferminze nur bei älteren Kindern und Erwachsenen verwenden, bei Kleinkindern können sie Reizungen auslösen.
3. Ruhe und Schlaf
Klingt banal, ist aber entscheidend: Nur wer sich ausruht, gibt dem Körper die Chance zu heilen. Kinder brauchen in dieser Zeit oft mehr Kuscheleinheiten und kürzere Aktivitätsphasen. Und Eltern? Auch wenn es schwierig ist: Mama und Papa müssen zur Ruhe kommen, nur so werden sie die Krankheit los.
4. Hühnersuppe – die Hausmedizin mit Tradition
Studien zeigen: Hühnersuppe wirkt tatsächlich entzündungshemmend und kann Erkältungssymptome lindern. Außerdem liefert sie Flüssigkeit, Elektrolyte und Wärme.
Vegetarische Alternative: Brühe aus Wurzelgemüse, Ingwer und etwas Kurkuma.
5. Zwiebelsäckchen & Co.
Gegen Ohrenschmerzen oder Husten sind Zwiebeln echte Allrounder:
Zwiebelsäckchen fürs Ohr: fein gehackte, lauwarme Zwiebel in ein Tuch wickeln, aufs Ohr legen und mit Stirnband fixieren.
Zwiebelsirup gegen Husten: Zwiebeln klein schneiden, mit Honig oder Zucker schichten, ziehen lassen und den Saft teelöffelweise geben. Augen zu und durch!
6. Nasenspülung & Meersalzspray
Eine einfache Salzlösung hilft, die Nase zu befeuchten und Erreger auszuspülen. Nasenduschen sind für größere Kinder und Erwachsene geeignet, für Kleine reicht ein mildes Meersalz-Spray. Kopf hoch: Eine Nasendusche mit Kind durchzuführen, kann die Nerven schon einmal strapazieren…
7. Frische Luft und Feuchtigkeit
Regelmäßiges Lüften sorgt für frische Luft, befeuchtet die Atemwege und verhindert, dass sich Viren in trockener Heizungsluft wohlfühlen. Auch ein Spaziergang an der frischen Luft tut gut, solange kein Fieber im Spiel ist.
Erkältung oder doch ein Virusinfekt?
Gerade im Herbst und Winter ist es schwer zu unterscheiden, ob es sich um eine harmlose Erkältung, eine Grippe oder
sogar Corona handelt: Eine Erkältung beginnt meist langsam – erst kratzt der Hals, dann läuft die Nase, später kommt vielleicht leichter Husten dazu. Das Fieber bleibt meist niedrig oder fehlt ganz, und nach ein paar Tagen geht es bergauf.
Eine Grippe dagegen kommt oft ganz plötzlich: von einer Stunde auf die andere fühlen sich Betroffene richtig krank, mit hohem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und ausgeprägter Müdigkeit.
Bei Corona können die Beschwerden sehr unterschiedlich sein, vom leichten Schnupfen bis zu deutlicher Erschöpfung. Häufige Hinweise sind Geschmacks- oder Geruchsverlust, trockener Husten und Abgeschlagenheit, manchmal auch Fieber.
Eltern-Tipp: Wenn das Kind ungewöhnlich matt ist, hohes Fieber bekommt oder der Husten länger als eine Woche anhält, sollte sicherheitshalber ein Test gemacht oder ärztlich abgeklärt werden. Gerade bei kleinen Kindern ist es besser, einmal zu viel nachzusehen als einmal zu wenig.
Wann zum Arzt?
Wenn das Fieber länger als drei Tage anhält, das Kind apathisch wirkt oder sich die Beschwerden verschlimmern, ist ein Arztbesuch wichtig. Auch bei Babys und Kleinkindern gilt: lieber einmal zu viel kontrollieren lassen.
Fazit
Naja zugegeben, Hausmittel sind kein echtes Wunder, aber sie unterstützen den Körper auf natürliche Weise bei der Regeneration. Mit Wärme, Ruhe, Flüssigkeit und ein bisschen Fürsorge wird die Erkältung bald überstanden und das ganz ohne große Chemiekeule.