Wickel und Umschläge richtig angewendet

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Bewährte Hausmittel: Wickel und Umschläge

Bei leichten Erkrankungen, wie zum Beispiel grippalen Infekten oder Bauchschmerzen, können Wickel und Umschläge die Symptome lindern oder die medizinische Behandlung unterstützen. Auch zur Fiebersenkung sind feuchte Wickel – hier insbesondere Wadenwickel – ein altbewährtes Hausmittel.

Bestimmte Zusätze, zum Beispiel Essig bei Wadenwickeln oder fingerdick auf ein Tuch gestrichener Quark bei kalten oder warmen Halswickeln, können die lindernde Wirkung verstärken.

Allerdings können Wickel und Umschläge nur dann ihre Wirksamkeit entfalten, wenn sie richtig angewendet und einige grundsätzliche Hinweise beachtet werden.

Was Sie grundsätzlich bei Wickel und Umschläge beachten sollten

Grundsätzlich sollten Sie Wickel und Umschläge nur anwenden, wenn Ihr Kind die kalte oder warme Auflage nicht als unangenehm empfindet.

Allerdings kann es auch sein, dass Ihr Kind nicht gerade begeistert ist, weil es das Hausmittel noch nicht kennt oder weil es weiß, dass es damit auf jeden Fall erst einmal das Bett hüten muss. Erklären Sie ihm zum Beispiel, was Sie tun und dass es sich hierdurch schon bald wieder besser fühlen wird. Und wenn Sie ihm während der Anwendung etwas vorlesen oder eine Geschichte erzählen, wird es wahrscheinlich umso geduldiger die Prozedur über sich ergehen lassen.

Was Sie sonst noch unbedingt beachten sollten:

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Naturfasern eignen sich am besten

Für Wickel und Umschläge sollten Sie immer Naturfasern wie Baumwolle, Leinen oder Wolle verwenden, da synthetische Stoffe zu wenig feuchtigkeits- und luftdurchlässig sind.

Je nach Art der Anwendung benötigen Sie ein bis zwei saubere Baumwoll- oder Leinentücher, zum Beispiel Geschirrtücher, Handtücher oder ein Stück Bettlaken. Zum Abdecken eignet sich dickeres Tuch oder ein Schal. Bei bestimmten Anwendungen ist auch ein Waschhandschuh hilfreich.

Feuchte Wickel bestehen immer aus drei Lagen:

Fiebersenkende Wickel

Insbesondere kalte Wadenwickel sind ein bekanntes Hausmittel, um bei Fieber die Körpertemperatur zu senken:

Grundsätzlich und ganz wichtig:

Lassen Sie Ihr Kind während der Anwendung nicht allein und beobachten Sie es genau. Wenn Sie merken, dass es sich unbehaglich fühlt, sollten Sie die Prozedur abbrechen und gegebenenfalls später fortsetzen.

Kinderärzte und Kinderärztinnen empfehlen, bei Kindern grundsätzlich erst ab sehr hohem Fieber Wadenwickel anzuwenden.

Für was helfen kalte Halswickel?

Bei Halsschmerzen können kalte Halswickel die Beschwerden lindern und die Genesung unterstützen:

Wenn die kühlende Wirkung des Wickels nachlässt, können Sie ihn abnehmen. Kalte Halswickel können Sie mehrmals am Tag wiederholen.

Gegen was helfen warme Halswickel?

Wenn dem Kind kalt ist, sollten bei Halsschmerzen nur warme Halswickel angewendet werden.

Bei einem einfachen warmen Halswickel verfahren Sie wie bei einem kalten Halswickel, nur dass Sie diesmal das Tuch in heißen Kamillentee oder Kamillensud tauchen und ausdrücken.

Bei warmen Halswickeln kann ebenfalls die Wirkung durch Zusätze noch unterstützt werden:

Auch bei diesen warmen Wickeln wird über das Innentuch abschließend immer noch ein trockenes Tuch und ein Wollschal gewickelt.

Wärmewickel bei akuten Ohrenschmerzen

Wenn Ihr Kind Ohrenschmerzen hat, sollten Sie grundsätzlich immer die kinderärztliche Praxis aufsuchen. Schmerzlindernd kann im Beginn der Ohrentzündung Wärme sein.

So machen Sie einen Wärmewickel mit Zwiebeln (Zwiebelwickel):

Quelle: kindergesundheit.info / bzga


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