Das Seepferdchen - Eine trügerische Sicherheit

Warum das Seepferdchen allein nicht reicht!

© 53 StacieStauffSmithPhotography

Wenn ein Kind sein Seepferdchen gemacht hat, dann kann es schwimmen – so der gefährliche Irrglaube vieler Eltern. Aber: Selbst mit Seepferdchen sollten Kinder im und am Wasser niemals unbeaufsichtigt sein.

Mindestens jedes zweite Kind kann nicht sicher schwimmen. Das hat eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag der DLRG gezeigt. Als sicherer Schwimmer kann aber laut Experten nur gelten, wer das Jugendschwimmabzeichen Bronze (Freischwimmer) erlangt hat. Das Seepferdchen ist – entgegen der landläufigen Meinung – kein Beleg dafür, dass ein Kind sicher schwimmen kann.  Es zeigt lediglich, dass sich das Kind auf einer Stecke von 25 Metern über Wasser halten kann. Ob das Kind die Strecke mühelos zurücklegt oder gerade so den Kopf über Wasser halten kann, ist nicht festgelegt. Kinder gelten aber erst dann als sichere Schwimmer, wenn sie die Anforderungen für den Freischwimmer erfüllen: 200 Meter schwimmen, 2 Meter Tieftauchen und mindestens vom Beckenrand springen.

„Mit der Schwimmausbildung sollte so früh wie möglich begonnen werden – am besten bereits im Baby- oder Kleinkindalter mit spielerischem Heranführen ans Wasser“, so Achim Stauder, Betriebsleiter im monte mare in der Vitalwelt Schliersee. „Ein professioneller Schwimmkurs ist dann der erste Schritt zu sicherem Schwimmen, um die richtigen Bewegungsabläufe spielerisch zu trainieren und festigen. Eine Übersicht aller Kinderschwimmkurse finden Sie unter www.monte-mare.de/kurse.“

5 Tipps für den richtigen Umgang mit Wasser

1. Regelmäßig schwimmen gehen

Nur durch Regelmäßigkeit erlangen die Kinder Sicherheit im Wasser und beim Schwimmen.

2. Geduld haben und keinen Druck ausüben

Das Kind darf zu nichts gezwungen werden. Negative Erfahrungen können lange nachwirken und werden nur schwer wieder überwunden. Geduld ist hier das A und O.

3. Spielerisch üben

Kinder lernen am besten, wenn sie Spaß haben. Mit spielerischen Aktivitäten und Abwechslung werden die Kleinen motiviert.

4. Schwimmhilfen

Der Einsatz von Schwimmflügeln oder –ringen ist bei älteren Kindern wenig sinnvoll, da diese die Schwimmerfahrung verfälschen. Besser sind Hilfsmittel wie Bretter oder Poolnudeln, die bei verschiedenen Übungen genutzt werden.

5. Tauchen üben

Kinder sollten immer wieder ermutigt werden, sich auch mit dem Kopf unter Wasser zu bewegen – am besten mit geöffneten Augen – damit sie auch beim unbeabsichtigten Abtauchen in Notsituationen nicht in Panik geraten. Zum Üben eignen sich spielerische Aktivitäten wie Wetttauchen oder Gegenstände bergen.

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