Gruselig und keineswegs harmlos: Trends bei Kinder und wie man darauf reagieren kann

© ExplorerBob - Pixabay

Fortnite ist kein kindliches Strategiespiel und die Serie Squid Game ist aufgrund expliziter Gewaltdarstellungen keineswegs für Kinder gedacht.

Kinder stoßen jedoch immer wieder auf diese oder andere bedenkliche Inhalte. In der Familie selbst, in der Schule, auf Social Media. Gerade auf WhatsApp, YouTube, TikTok oder Instagram werden diese und ähnliche Inhalte tausendfach geteilt. Kinder können die gesehenen Bilder oft noch nicht einordnen und in Kontext setzen. Was fiktiv ist und was nicht, diesen Unterschied lernen die meisten Kinder erst noch. Je nach Alter und Entwicklungsstand reagieren sie auch unterschiedlich auf unangemessene Inhalte: Manche Kinder werden stiller, manche lauter, manche aggressiv. Einige Kinder erzählen ganz viel von dem Erlebten. Andere wiederum spielen die Szenen nach. Es gibt Kinder, die bekommen Albträume oder Ängste, trauen sich nicht alleine zu bleiben oder sind gereizt.

All das können Anzeichen dafür sein, dass Ihr Kind Medien-Inhalte mitbekommen hat, die es beeinflussen.                                                             

Was können Sie tun?

•             Lassen Sie Ihr Kind mit den Infos und Inhalten nicht alleine und gehen Sie auf dessen Bedürfnisse ein.

•             Unterstützen Sie nicht jeden Trend. Das betrifft auch harmlose Merchandising-Produkte anderer Figuren, Spiele oder Serien.

•             Achten Sie beim eigenen Medienkonsum zu Hause darauf, was ihr Kind mitbekommt.

•             Geben Sie ausreichend Raum & Zeit zum Verarbeiten von Inhalten.

•             Sprechen Sie mit Ihrem Kind und finden Sie heraus, welche Trends gerade aktuell sind.

•             Stellen Sie sich den Fragen und recherchieren Sie bei Bedarf gemeinsam.

•             Geben Sie Ihrem Kind ein Gefühl von Sicherheit und Zuversicht.

•             Auch Kindernachrichten (Logo, Neuneinhalb, FragMich von radioMikro, KiRaKa…) sind nicht immer einfach zu verarbeiten. Konsumieren Sie sie am besten gemeinsam.

•             Geben Sie aufkommende Themen an Kita, Schule    & andere Eltern weiter.

Poppy Playtime:

In dem Spiel geht es darum in einer verlassenen Spielzeugfabrik herauszufinden, was mit den ehemaligen Mitarbeiter*innen passiert ist und dabei nicht von Plüschfiguren wie Huggy Wuggy gefressen zu werden. Eine offizielle Altersfreigabe der USK gibt es nicht. Nach Einschätzung der Spieleplattform Steam ist das Spiel ab 12/13 Jahren, im iOS Store ab 12 Jahren und im Google Play-Store ab 13 Jahren gelistet.

Eine ausführliche Beschreibung und Beurteilung gibt es auf spieleratgeber-nrw.de/Poppy-Playtime 

Fortnite:

Bei dem Spiel ist vor allem der Modus „Battle Royale“ sehr beliebt. Hier treten bis zu 100 Spieler gegeneinander an und kämpfen ums Überleben. Wer als letztes übrig bleibt, hat das Spiel gewonnen. Wer verliert, hat sofort die Möglichkeit, in eine neue Runde einzusteigen und kann so schnell der Sogwirkung des Spiels erliegen. Laut USK hat das Spiel eine Altersfreigabe ab 12 Jahren.

Eine ausführliche Beschreibung und Beurteilung gibt es auf spieleratgeber-nrw.de/Fortnite-Battle-Royale

Squid Game:

Die in Südkorea spielende Serie erzählt von 456 Menschen, die alle unter enormen Schulden leiden und am Rande ihrer Existenz stehen. Sie werden eingeladen, vermeintlich harmlose Kinderspiele zu spielen, um sich von ihrer Schuldenlast zu befreien. Als Gewinn winkt ein hohes Preisgeld, die Verlierer werden kaltblütig hingerichtet. Laut Netflix ist die Serie ab 16 Jahren. Eine offizielle Altersfreigabe gibt es nicht.

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