Gründe und Lösungsansätze der Eltern-Kind-Entfremdung
Es kann Mütter und Väter treffen
Was bewegt einen Elternteil dazu, die Gefühle seines Kindes derart zu manipulieren, dass es den anderen Elternteil ablehnt und damit das Kind schwerwiegendpsychisch schädigt? Bei der Suche nach den Ursachen für EKE ist es von Bedeutung, nicht nur den entfremdeten Elternteil zu betrachten, sondern auch objektive und subjektive Faktoren sowie familienrechtliche Umstände, die zur Entfremdung führen können. Die Erkenntnisse von ISUV sind nicht auf bloße Theorien oder Untersuchungen zurück zuführen, sondern auf Erfahrungen, die im Laufe vieler Jahre durch Zuschriften, Gespräche und Coaching mit Eltern-Kind-Entfremdung gesammelt wurden. ISUV hat festgestellt, dass es Fälle gibt, in denen Kinder aus nachvollziehbaren Gründen den Kontakt zu einem Elternteil meiden möchten, sei es aufgrund von Missbrauch, Vernachlässigung oder langanhaltenden negativen Erfahrungen wie Ablehnung oder autoritärer Strenge.
Was sind weitere Gründe für die Eltern-Kind-Entfremdung?
Ein weiterer Grund für EKE kann das Misstrauen sein, dass der andere Elternteilnicht angemessen oder empathisch genug mit dem Kind umgeht, was zueinem schlechten Wohlbefinden des Kindes führt. Auch unterschiedliche Werte und Verhaltensweisen zwischenden Eltern können erheblichenKonfliktstoff verursachen. Ursachenfür EKE beinhalten auch oft nicht verarbeiteteemotionale Konflikte. "DieKinder werden als Werkzeug benutzt,um den anderen zu verletzen,ihm Schmerz zuzufügen. Ohne Therapiewerden diese Eltern nicht ausdem Konflikt herausfinden. Stattdessenziehen sie die Kinder immer tieferhinein. Das Problem ist unlösbar,wenn einer der Eltern sich weigert,mit dem anderen zu kommunizieren",sagt Ulbrich.
Lösungsansätze bei EKE
Auch weiterhin gemeinsame Erziehung
Es besteht ein breiter Konsens unter Fachleuten darüber, dass Eltern-Kind-Entfremdung langfristige Auswirkungen haben kann. Selbst einige Mitglieder, die persönlich Erfahrungen mit EKE gemacht haben, berichten noch heutevon den negativen Folgen: Sie leiden, machen sich Vorwürfe, ihr Grundvertrauenist gestört und sie haben Angst vor engen Beziehungen.
Dialog zwischen Eltern erhalten und fördern
ISUV ist der Ansicht, dass der Verlust eines Elternteils bei der Trennung ambesten vermieden werden kann, wenn der Dialog zwischen den Eltern aufrechterhaltenund gefördert wird. Dies kann durch Beratung, Coaching und die Pflicht der Eltern zur Mediation geschehen. Der Gesetzgeber kann zum Beispiel durch die Einführung des Wechselmodells die Weichen für eine bessere Kommunikation stellen. Die Pflicht zur Mediation bei Trennung kann als erster Schritt gesetzt werden, um die Kommunikation zu fördern und Konfrontationen zu vermeiden. Das Ziel ist Bindungstoleranz.