Kommunikation mit Lehrern: Dos & Don’ts
Die Zeugniszeit steht vor der Tür: Gerade wenn Noten nicht den Erwartungen entsprechen, sind Emotionen oft groß. Warum ein sachlicher Austausch mit Lehrern jetzt besonders wichtig ist und welche Dos and Don'ts Eltern in der Kommunikation beachten sollten, erfährst du hier.
Die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrkräften ist wichtig für den Schulerfolg von Kindern. Gerade im jungen Alter entwickeln Kinder Selbstständigkeit und soziale Kompetenzen und profitieren davon, wenn die Erwachsenen an einem Strang ziehen. Doch wie gelingt eine konstruktive Kommunikation?
Dos: Was Eltern tun sollten
1. Das Gespräch suchen und zwar frühzeitig:
Langes Warten ist kontraproduktiv, so werden die Probleme immer größer. Kleine Missverständnisse hingegen lassen sich oft schnell klären.
2. Wertschätzend kommunizieren:
Lehrkräfte begleiten viele Kinder gleichzeitig und stehen oft unter hohem Zeitdruck. Ein freundlicher und respektvoller Ton schafft eine gute Gesprächsatmosphäre.
3. Dem Kind zuhören, aber mehrere Perspektiven einbeziehen:
Kinder erzählen ihre Sicht der Dinge. Bevor Eltern ein Urteil fällen, lohnt es sich, auch die Perspektive der Lehrkraft kennenzulernen.
4. Gemeinsam nach Lösungen suchen:
Statt nach Schuldigen zu suchen, hilft die Frage: „Was können wir gemeinsam tun, damit sich die Situation verbessert?“
5. Gut vorbereitet ins Gespräch gehen:
Bevor man mit Lehrern spricht, hilft es sich wichtige Fragen und konkrete Beispiele zu notieren. So bleiben Gespräche sachlich und zielorientiert.
6. Absprachen einhalten:
Wenn gemeinsame Maßnahmen vereinbart werden, sollten beide Seiten diese verlässlich umsetzen und ihre Wirkung überprüfen.
Don'ts: Was Eltern vermeiden sollten
1. Vorwürfe per Chat oder E-Mail:
Emotionale Nachrichten, die aus Ärger geschrieben werden, verschärfen Konflikte oft. Für sensible Themen ist ein persönliches Gespräch meist besser geeignet.
2. Das Kind als „Boten“ einsetzen:
Kinder sollten keine Konflikte zwischen Erwachsenen austragen oder Nachrichten übermitteln müssen.
3. Vor dem Kind schlecht über Lehrkräfte sprechen:
Abwertende Kommentare können das Vertrauen des Kindes in die Schule beeinträchtigen und Loyalitätskonflikte auslösen.
4. Sofort Partei ergreifen:
Auch wenn das Kind aufgebracht nach Hause kommt: Erst zuhören, dann nachfragen und schließlich das Gespräch mit der Schule suchen.
5. Vergleiche mit anderen Kindern anstellen:
Aussagen wie „Bei anderen klappt das doch auch“ helfen selten weiter. Jedes Kind und jede Klassensituation ist unterschiedlich.
6. Konflikte eskalieren lassen:
Nicht jedes Missverständnis muss sofort bei der Schulleitung landen. Oft lassen sich Probleme im direkten Austausch mit der Lehrkraft lösen.
Schwierige Gespräche: So gelingt es
Eine gute Eltern-Lehrer-Kommunikation basiert auf Respekt, Offenheit und dem gemeinsamen Ziel, das Kind bestmöglich zu fördern. Unterschiedliche Meinungen gehören zum Schulalltag dazu. Entscheidend ist, Konflikte sachlich anzusprechen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.