Schenken mit Nebenwirkungen - Warum zu viele Geschenke schaden

Zu viel, zu teuer, zu groß – die Geschenkeberge haben uns mittlerweile den Blick auf die eigentliche Bedeutung von Weihnachten als Fest der Liebe verstellt. Oma, Opa, Patentante, Onkel, Freunde und Eltern liefern sich beim Schenken einen wahren Überbietungswettbewerb und überhäufen Kinder an den Feiertagen mit Präsenten. Die lieben Kleinen freuen sich über all die guten Gaben. Doch die Begeisterung währt meist nicht lang. Kinder können, so warnen Experten, durch maßloses Beschenktwerden sogar Schaden nehmen.
Geschenke mit Nebenwirkungen
Kleidung oder Geld finden meist nur die Eltern gut. Und so quellen in den Kinderzimmern Regale und Kisten mit Spielen, Puzzles, Puppen, Autos und Stofftieren über.
Psychologen warnen davor, mit dem Beschenken der Kinder zu übertreiben. Denn ein Zuviel an Spielzeug überfordert und macht ratlos, verursacht vor allem bei jüngeren Kindern ein Gefühlschaos. Wenn ein Dreijähriger zehn Dinge auspackt, dann inmitten von Bergen zerrissenen Glitzerpapiers und einem Haufen Geschenken sitzt, mag das auf den ersten Blick witzig aussehen. Richtige Freude empfindet der Steppke allerdings nicht, versichert die Wissenschaft. Denn er weiß gar nicht, welcher Sache er sich nun zuwenden soll. Kinder, die immer wieder mit Geschenken belohnt, abgelenkt, beruhigt werden, sind häufig unruhig, quengeln viel und fordern ständig Input von außen.
