SOS-Kinderdorf: „Wir brauchen einen Paradigmenwechsel in der Armutsbekämpfung“

Kindergrundsicherung für alle Kinder - Infrastrukturelle Leistungen zur Entlastung von Familien nicht vernachlässigen – Echte Bedarfsorientierung in der Berechnung des kindlichen Existenzminimums
„SOS-Kinderdorf ist mit beispiellosem Engagement gegen Kinderarmut aktiv. Wir haben ein gemeinsames Ziel: Alle Kinder in Deutschland sollen eine Chance auf ein gutes Leben haben. Immer noch wächst hier jedes fünfte Kind in Armut auf. Das müssen wir ändern. Deshalb ist die Kindergrundsicherung ein zentrales sozialpolitisches Vorhaben der Bundesregierung: Kinder sollen damit finanziell abgesichert werden, ganz gleich in welcher Familienkonstellation sie leben", betonte Bundesfamilienministerin Lisa Paus auf der gestrigen Veranstaltung zur Kindergrundsicherung des SOSKinderdorf e.V. in der Botschaft für Kinder in Berlin. Eine Kindergrundsicherung, die sich an den wirklichen Bedarfen von Kindern aus einkommensschwachen Familien orientiert und somit Aspekte wie Freizeitmöglichkeiten, Bildung und Teilhabe mit einberechnet, forderte SOS-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Sabina Schutter. „Eine materielle Absicherung durch eine Kindergrundsicherung kann nur ein erster Schritt sein, um Kinderarmut nachhaltig zu bekämpfen. Armut ist vielschichtig - daher dürfen bei der Ausgestaltung der Kindergrundsicherung infrastrukturelle Leistungen der Armutsbekämpfung nicht aus dem Blick geraten“, so Schutter.

