Wehrdienst: Was er für Eltern bedeutet

Der Wehrdienst rückt wieder näher: Ab 2026 erhalten alle 18-Jährigen Post vom Staat. Was bedeutet das für Familien? Wer ist betroffen, welche Sorgen sind berechtigt – und wie können Eltern ihre Kinder in dieser unsicheren Phase unterstützen?
Die Debatte um den Wehrdienst ist schon seit Längerem zurück, doch ab 2026 wird es konkreter: Alle 18-Jährigen erhalten dann einen Fragebogen. Männer müssen ihn verpflichtend ausfüllen, für Frauen ist die Teilnahme freiwillig. Auf Basis der Antworten werden geeignete und interessierte junge Menschen zu einer Musterung eingeladen, bei der ihre körperliche und psychische Eignung festgestellt wird.
Für Eltern wirft diese Entwicklung viele Fragen auf: Was bedeutet der Wehrdienst konkret? Wer ist betroffen? Und wie kann man sein Kind in dieser Phase gut begleiten?
Was ist mit dem Wehrdienst gemeint?
Mit dem Wehrdienst ist der Dienst in den Streitkräften eines Landes gemeint, in Deutschland also bei der Bundeswehr. Aktuell ist der Wehrdienst ausgesetzt, aber nicht abgeschafft. Das heißt: Es gibt keine allgemeine Einberufung, rechtlich könnte sie aber wieder aktiviert werden. Gleichzeitig existieren bereits heute freiwillige Modelle, etwa der Freiwillige Wehrdienst (FWD). Junge Menschen können sich für mehrere Monate oder Jahre verpflichten und militärische, aber auch organisatorische oder unterstützende Aufgaben übernehmen.
