
Auf dem Erlebniswanderweg in Rimsting könnt ihr das Rimstinger Mammut entdecken – eine beeindruckende Holzskulptur der Künstler Regina Jenne und Johann Bachinger, die zeigt, wie groß diese Eiszeitriesen waren. Der Weg erzählt von der Zeit vor etwa 12.000 Jahren, als Mammute, Wollnashörner, Rentiere und andere Tiere in der „oberbayerischen Tundra" rund um den Chiemsee lebten – belegt durch Funde wie Backenzähne, Knochen und sogar ein fast vollständiges Mammutskelett aus der Region.
Die Künstler Regina Jenne und Johann Bachinger haben mit dem natürlichen Material Holz das Rimstinger Mammut geschaffen, das in seiner beeindruckenden Größe eine Vorstellung von diesem in der Eiszeit lebenden Urtier vermittelt. Mammute am Chiemsee. Während der Eiszeit lebten Mammute im Chiemgau, vermutlich bis vor etwa 12000 Jahren. Das beweisen verschiedene Funde aus den Kiesablagerungen rund um den Chiemsee: Ein Mammut-Backenzahn wurde bei Urschalling entdeckt, ein Oberschenkelknochen bei Gollenshausen und ein Stoßzahn bei Erlstätt. In der Nähe von Siegsdorf hat man sogar ein fast vollständiges Mammutskelett ausgegraben. Selbst während der Periode der stärksten Vereisung in der letzten Eiszeit war das Gelände oberhalb der Gletschermassen im Sommerhalbjahr eisfrei. In dieser "oberbayerischen Tundra" wuchsen dann genügend Pflanzen, die einer Vielzahl von an das Klima angepassten Tieren als Nahrung dienten. Im Bereich des Inn-, Prien-, und Chiemsee-Gletschers lebten neben Mammuten auch Wollnashörner, Rentiere, Riesenhirsche, Wildrinder, Wölfe, Hyänen und Höhlenlöwen.