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Flaschenmilch für Säuglinge: Hygieneregeln zur Zubereitung beachten
frische Zubereitung
Infektionen mit krankmachenden Keimen treten zwar selten auf, aber um das Infektionsrisiko für den Säugling weiter zu minimieren, ist Hygiene bei der Zubereitung und beim Umgang mit Säuglingsanfangs- und Folgenahrung entscheidend.
Eine hygienische und frische Zubereitung von pulverförmiger Säuglingsnahrung senkt das Risiko einer Infektion mit Krankheitserregern über die Ernährung. Obwohl die pulverförmigen Produkte unter strengen hygienischen Auflagen hergestellt werden, sind sie nicht steril und können Keime enthalten. Einige Bakterienarten wie Cronobacter-Spezies können den Herstellungsprozess überleben. Auch bei der Zubereitung können Bakterien in die Nahrung gelangen, zum Beispiel über Löffel, Sauger oder Trinkfläschchen. Während die Keimbelastung nach der Zubereitung im Allgemeinen gering ist, können sich Bakterien in fertiger Milchnahrung leicht vermehren. Insbesondere gesundheitsgefährdende Bakterien wie Escherichia coli (E. coli), Salmonellen und Cronobacter-Spezies stellen ein Risiko für Babys dar. Daher sollte die Milch nach dem Anschütteln zügig verfüttert und übriggebliebene Reste entsorgt werden. Sie sollten nicht für die nächste Mahlzeit aufbewahrt werden.
Was muss man beim Wasser beachten?
Trinkwasser (Leitungswasser) ist in der Regel für die Zubereitung von Säuglingsanfangsnahrungen und Folgenahrungen geeignet. Es ist jedoch wichtig, kein Standwasser zu verwenden. Das Wasser sollte immer so lange ablaufen, bis es kalt aus der Leitung fließt, und dann frisch verwendet werden. Anschließend wird es erwärmt. Das Netzwerk empfiehlt zum Anschütteln der Nahrung lauwarmes Wasser mit einer Temperatur von maximal 40 °C zu verwenden. Dadurch können Verbrühungen vermieden werden, während sich das Pulver dennoch gut auflöst. Diese Empfehlungen entsprechen auch den Richtlinien des Bundesinstituts für Risikobewertung.
Eine Verunreinigung des Wassers, zum Beispiel durch Bakterien, die am Wasserhahn haften, ist nie ganz auszuschließen. Um auf Nummer sicher zu gehen, kann das Wasser in den ersten Lebenswochen oder -monaten zur Nahrungszubereitung abgekocht und dann auf 30 bis 40 °C abgekühlt werden. Das Abkochen und der Umgang mit heißem Wasser sollten außerhalb der Reichweite des Säuglings erfolgen, um Verbrühungen zu vermeiden. Von Wasserfiltern wird im Allgemeinen abgeraten, da sie ein hohes Risiko für Verkeimung bergen.
In Ausnahmefällen ist Leitungswasser nicht für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet, zum Beispiel wenn es aus Bleileitungen in älteren Häusern stammt.
Trinkflaschen und Sauger der Fläschchen reinigen
Es ist ratsam, Trinkflaschen und Sauger nach jeder Mahlzeit sorgfältig zu reinigen, um zu verhindern, dass Nahrungsreste an schwer erreichbaren Stellen haften bleiben und als Nährboden für Bakterien dienen, die beim nächsten Füttern dem Baby schaden könnten. In der Regel ist eine gründliche Reinigung mit heißem Wasser und Spülmittel oder in der Spülmaschine bei 65 °C im häuslichen Bereich ausreichend. Das Auskochen (Sterilisieren) von Flaschen und Silikonsaugern bietet im privaten Haushalt keine zusätzliche Sicherheit. Bei Gummisaugern empfiehlt es sich jedoch, sie gelegentlich auszukochen oder regelmäßig zu ersetzen, da sie im Laufe der Zeit porös werden und Bakterien in den Rissen haften bleiben können. Nach der Reinigung sollten gespülte Flaschen und Sauger immer trocken aufbewahrt werden.
Hygieneregeln beachten
Um Infektionen vorzubeugen, ist es wichtig, grundlegende Hygieneregeln zu beachten, insbesondere bei der Zubereitung von Säuglingsnahrung. Bevor Sie beginnen, sollten Sie Ihre Hände gründlich mit Seife unter fließendem warmem Wasser waschen. Achten Sie darauf, sie anschließend gründlich abzutrocknen. Um eine Übertragung von Keimen durch andere Lebensmittel, insbesondere rohe Lebensmittel, zu vermeiden, sollten sie zeitlich oder räumlich von der pulverförmigen Säuglingsnahrung getrennt zubereitet werden. Angebrochene Packungen mit Pulvernahrungen sollten immer fest verschlossen, trocken und vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Folgendes soll beachtet werden:
- Das Fläschchen fürs Baby immer frisch vor der Mahlzeit zubereiten.
- Nicht getrunkene Reste direkt entsorgen.
- Flaschen und Sauger gleich nach Gebrauch gründlich mit heißem Wasser und Spülmittel oder in der Spülmaschine bei 65 °C reinigen. Ein Auskochen (Sterilisation) von Flaschen und Silikonsaugern ist im Privathaushalt nicht notwendig. Bei Gummisaugern, die auf Dauer porös werden, hingegen ist ein gelegentliches Auskochen oder der regelmäßige Austausch empfehlenswert. Gespülte Flaschen und Sauger nach der Reinigung immer trocken aufbewahren.
- Für die Zubereitung frisches Trinkwasser verwenden. Leitungswasser dazu so lange ablaufen lassen, bis es kalt aus der Leitung fließt, und es dann erwärmen. Wer hier auf Nummer sicher gehen möchte, kann in den ersten Lebenswochen oder -monaten das Wasser erst abkochen und anschließend auf 30 bis 40 °C abkühlen lassen.
- Die Temperatur zum Anschütteln des Pulvers sollte lauwarm sein und maximal 40 °C betragen, damit sich das Baby nicht verbrühen kann.
