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Rosenheim stellt sein Grundschulsystem neu auf: Ab 2026 sollen sogenannte Schulverbünde dafür sorgen, dass trotz steigender Kinderzahlen alle einen Schulplatz bekommen. Was hinter dem Modell steckt, erfährst du hier.
Die Stadt Rosenheim plant eine große Neuerung für ihre Grundschulen. Das berichtet das Oberbayerische Volksblatt. Ab dem Schuljahr 2026/27 werden neue Schulgruppen eingeführt, sogenannte Schulverbünde. Der Grund: In Rosenheim werden in Zukunft mehr Kinder eingeschult, als es Plätze gibt.
Warum gibt es bald Schulverbünde?
In den nächsten zehn Jahren sollen rund 500 neue Schülerinnen und Schüler dazukommen. Schon jetzt ist es an manchen Schulen ziemlich eng. Weil aber keine neue Grundschule gebaut wird, hat sich die Stadt etwas einfallen lassen: Mehrere Schulen schließen sich zu Verbünden zusammen. Das sind die drei Gruppen:
- Verbund Nord: Westerndorf St. Peter, Erlenau, Prinzregentenschule
- Verbund West: Aising, Pang, Fürstätt
- Verbund Ost: Astrid-Lindgren-Schule, Happing
Was bringt das den Schulen?
Durch die Schulverbünde können die Kinder besser auf die vorhandenen Räume verteilt werden. Wenn in einer Schule zu viele Kinder angemeldet sind, kann ein Kind auf eine andere Schule im gleichen Verbund wechseln. So bleiben die Klassen kleiner. Und das ist gut, denn in kleinen Klassen lernen Kinder oft besser.
Müssen Kinder dann auf eine andere Schule gehen?
Meistens nicht. Die meisten Kinder werden weiterhin an der Schule in ihrer Nähe eingeschult. Nur wenn es dort keinen Platz mehr gibt, kann ein Kind auf eine andere Schule im selben Verbund kommen. Die Stadt verspricht: Die Eltern werden in solchen Fällen frühzeitig informiert. Auch Bus- oder Bahnverbindungen werden bei der Entscheidung mit bedacht. Für jedes Kind soll individuell geschaut werden, was am besten passt.
Und was sagen die Schulleiter?
„Wir verlieren dabei das Wohl des Kindes nicht aus den Augen“, sagt der Schulleiter Robert Mayr aus Westerndorf gegenüber des OVB. Denn die Einteilung der Klassen übernehmen weiterhin die Schulen selbst. Und die schauen pädagogisch genau hin, damit gute Entscheidungen getroffen werden.
Fazit
Die Schulverbünde sollen helfen, den Platz gut zu nutzen und jedem Kind einen geeigneten Schulplatz zu bieten. Auch der Schul-, Kultur- und Sportausschuss des Stadtrats findet das eine gute Idee. Alle Mitglieder haben für die Schulverbünde gestimmt. Als Nächstes wird die Stadt den Plan bei der Regierung von Oberbayern einreichen.
