20 Jahre Harl.e.kin-Nachsorge am Klinikum Rosenheim: „Auf einmal verliert man jeden Fahrplan, den man sich jemals für sein Kind vorgestellt hat …“


„Auf einmal verliert man jeden Fahrplan, den man sich jemals für sein Kind vorgestellt hat …“ So erinnert sich Markus Bender an die Zeit kurz nach der Geburt seines Sohnes Julius. Julius kam unerwartet sieben Wochen zu früh und mit Trisomie 21 zur Welt.
Für alle Eltern sind die Stunden und Tage rund um die Geburt eines Kindes eine emotionale Ausnahmesituation. Zur Freude über das Neugeborene kommen neue Herausforderungen: Veränderungen in der Partnerschaft, ein neuer Familienalltag und die Verantwortung für das Wohlergehen eines kleinen Menschen. Manchmal werden diese Gefühle zusätzlich von Sorgen um die Zukunft begleitet, etwa durch finanzielle Belastungen oder Erkrankungen in der Familie.
Da sich kaum jemand vollständig auf die tiefgreifenden Veränderungen vorbereiten kann, die die Geburt eines Kindes mit sich bringt, wird das Leben vieler Familien zunächst gehörig durcheinandergewirbelt.
„Als besonders intensiv und oftmals sehr verunsichernd wird diese Zeit von Eltern wahrgenommen, deren Kind als Frühgeborenes, mit einer Erkrankung oder Behinderung zur Welt kommt“, erklärt Elke Gebauer, Koordinatorin der Harl.e.kin-Nachsorge in Rosenheim. Gemeinsam mit drei Kinderkrankenschwestern und drei Mitarbeiterinnen aus der Frühförderung begleitet sie Familien beim Übergang von der Klinik nach Hause.
Die Harl.e.kin-Nachsorge wurde vor 20 Jahren am Standort Rosenheim gegründet und gehörte damit zu den ersten Standorten für dieses Angebotes in Bayern. Das für Familien kostenlose Nachsorgeangebot gibt Eltern die Sicherheit, auch nach der Entlassung kompetent begleitet zu werden.

