Bauchschmerzen bei Kindern
Wenn Kinder Bauchschmerzen haben, für die keine Ursachen gefunden werden, wird es kompliziert. Was steckt dahinter, was kann helfen?

„Bauchschmerzen sind bei Kindern das, was bei Erwachsenen Kopfschmerzen sind“. Etwas salopp ausgedrückt, ist es dennoch zutreffend. „Bei Kindern unter 11 Jahren sind wiederkehrende Bauchschmerzen die am häufigsten genannten Schmerzen. Danach werden sie von Kopfschmerzen abgelöst“, erklärt Dr. Marco Daniel Gulewitsch, Psychologe an der Universität Tübingen, Abteilung für Klinische Psychologie. Wie bei Erwachsenen, können auch bei Kindern Anspannung oder Angst zu Schmerzen führen. Doch ganz so einfach ist es oft nicht.
Funktionelle Störungen: Zusammenspiel mehrerer Faktoren
Werden keine ausreichenden medizinisch-organischen Ursachen gefunden, sprechen Psychologen und Mediziner von „funktionellen“ Störungen. Auch das Reizdarmsyndrom gehört dazu. Das Fehlen organischer Ursachen bedeutet aber im Umkehrschluss nicht automatisch, dass die Beschwerden psychisch bedingt sind. „Wir gehen davon aus, dass häufige Bauchschmerzen ohne eine zugrundeliegende Erkrankung aus einem komplexen Zusammenspiel körperlicher, psychischer und sozialer Faktoren entstehen“, so Gulewitsch.








