Das Seepferdchen - Eine trügerische Sicherheit

Wenn ein Kind sein Seepferdchen gemacht hat, dann kann es schwimmen – so der gefährliche Irrglaube vieler Eltern. Aber: Selbst mit Seepferdchen sollten Kinder im und am Wasser niemals unbeaufsichtigt sein.
Mindestens jedes zweite Kind kann nicht sicher schwimmen. Das hat eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag der DLRG gezeigt. Als sicherer Schwimmer kann aber laut Experten nur gelten, wer das Jugendschwimmabzeichen Bronze (Freischwimmer) erlangt hat. Das Seepferdchen ist – entgegen der landläufigen Meinung – kein Beleg dafür, dass ein Kind sicher schwimmen kann. Es zeigt lediglich, dass sich das Kind auf einer Stecke von 25 Metern über Wasser halten kann. Ob das Kind die Strecke mühelos zurücklegt oder gerade so den Kopf über Wasser halten kann, ist nicht festgelegt. Kinder gelten aber erst dann als sichere Schwimmer, wenn sie die Anforderungen für den Freischwimmer erfüllen: 200 Meter schwimmen, 2 Meter Tieftauchen und mindestens vom Beckenrand springen.
