Umgang mit dem Handy und BildschirmenEventMedienerziehung mit Zukunft – Kinder sicher durch die digitale Welt begleiten. Der wahrscheinlich unterschätzte Bereich der letzten zehn Jahre. Studien der Pronova BKK und anderer Krankenkassen zeigen: Ein hoher Prozentsatz der Kinder erlebt seine Eltern mit dem Handy in der Hand, teilweise sogar beim Essen und beim Zubettgehen. Kinder verinnerlichen früh: „Der Bildschirm ist wichtiger als das, was ich gerade sage."
Was hilft: bewusste Handy-freie Zonen und Zeiten. Die Küche beim Essen. Das Wickeln und Zubettgehen. Der Spielplatz. Das sind keine Verbote, das sind Grundregeln, die auch für dich gelten. Wenn du sie einhältst, lernt dein Kind zwei Dinge: dass es Prioritäten gibt, und dass es dir wichtig ist.
Umgang mit dem eigenen Körper
ArtikelPositives Körpergefühl von klein auf: 7 Tipps für ElternWie Kinder ihren Körper sehen, lernen sie nicht im Spiegel, sondern im Alltag. Worte, Gesten und kleine Routinen prägen ihr Körpergefühl von Anfang an. Diese sieben Impulse helfen Eltern, ihre Kinder dabei zu stärken.. Kinder beobachten sehr genau, wie ihre Eltern über sich selbst sprechen. „Ich bin zu dick", „mein Haar ist scheußlich", „ich muss unbedingt abnehmen": das prägt das Körperbild deines Kindes über Jahre. Wer im Bad vor dem Spiegel jammert, formt in seinem Kind schon die Idee, dass Körper etwas sind, mit dem man unzufrieden ist.
Was hilft: Aussagen über den eigenen Körper überprüfen. Vor dem Kind neutral bleiben, wo möglich. „Ich habe heute Rückenweh" statt „ich bin einfach zu alt für alles". Der Körper ist da, um Dinge zu tun, nicht um bewertet zu werden. Wenn das im Elternhaus normal wird, tragen Kinder das mit.
Umgang mit Frust und Konflikten. Wenn du dich mit deinem Partner streitest, hört und sieht dein Kind viel mehr, als du denkst. Nicht die Konflikte selbst sind das Problem, Konflikte sind normal. Das Problem ist der Umgang mit ihnen. Werden sie schreiend gelöst? Wird geschwiegen? Wird jemand herabgesetzt?
Was hilft: Bewusst darauf achten, wie ihr auch im Streit miteinander sprecht. Und wenn ein Streit eskaliert ist: dem Kind zeigen, wie eine Versöhnung aussieht. „Papa und Mama waren gerade laut, wir haben uns über X gestritten, jetzt reden wir wieder normal miteinander." Das ist eine der wertvollsten Lektionen fürs Leben.
Umgang mit anderen Menschen. Wie sprichst du über die Nachbarin, die dich nervt? Wie behandelst du die Kassiererin im Supermarkt an einem stressigen Tag? Wie reagierst du auf die Frau mit Kopftuch im Bus? Kinder ziehen sich ihre Weltbilder aus tausenden solcher Momente. Nicht aus deinen sonntäglichen Grundsatzreden über Toleranz.
Was hilft: Bei den kleinen Alltagsmomenten die eigene Sprache wahrnehmen. Freundlich grüßen. Bitte und Danke sagen. Andere ausreden lassen. Wenn du dich verhältst, wie du es dir für dein Kind wünschst, hat es schon die halbe Miete.