Durch gute Vorbereitung und kluges Verhalten am Reiseziel lassen sich mögliche Gefahren verringern. Eine reisemedizinische Beratung hilft, denn es geht um sehr viel mehr als die richtige Sonnencreme.
Die Menschen in Deutschland reisen sehr viel. Ob Urlaubsreisen oder Arbeitsaufenthalte im Ausland: Es ist sinnvoll, sich die Risiken vorher bewusst zu machen. Durch gute Vorbereitung und kluges Verhalten am Reiseziel lassen sich mögliche Gefahren verringern. Eine reisemedizinische BeratungEventBaby- und KleinkindsprechstundeDie Beratung ist kostenfrei und vertraulich. hilft, denn es geht um sehr viel mehr als die richtige Sonnencreme.
ArtikelSo schütze ich mich richtig vor der SonneMit der intensiven Sommersonne steigt die Gefahr eines Sonnenbrandes mit möglichen Langzeitfolgen wie vorzeitiger Hautalterung und im schlimmsten Fall Hautkrebs.
Es gibt zahllose, unterschiedliche Reiseziele und ebenso vielfältig ist auch das, was man dort unternehmen kann. Wer sich in einem tropischen Land ausschließlich im Allinclusive-Club aufhält, hat natürlich andere Risiken als jemand, der die Gegend zu Fuß mit dem Rucksack erkundet. Wieder andere Bedingungen haben Ingenieure beim Arbeitseinsatz in Asien oder Sozialarbeiter in Afrika. Tiere können gefährlich werden. Meist ist es nicht der Tiger, von dem die Gefahr ausgeht, sondern eher der kleine streunende Hund, dem man eine Kleinigkeit zu fressen gibt. Tollwut ist bei Hunden weit verbreitet und ohne Behandlung tödlich. Am gefährlichsten sind sicher die Insekten, die Infektionskrankheiten – wie zum Beispiel MalariaArtikelUrlaub in Corona-ZeitenFrühzeitig an Reiseimpfungen für die Kinder denken! – verbreiten können.
Anstecken kann man sich auch am Buffet im guten Hotel. Über Lebensmittel und Wasser können Erkrankungen wie Hepatitis A, Hepatitis E oder Typhus übertragen werden. Daher gilt im Urlaub – auch wenn man vollständig geimpft ist – „peel it, boil it, cook it or forget it!“ („schälen, kochen, braten oder verzichten“). Denn nicht gegen alle Durchfallerreger stehen Impfungen zur Verfügung! Über die Standardimpfungen hinaus, die in Deutschland empfohlen sind, kommen je nach Reiseziel und -bedingungen weitere Impfungen hinzu.
So kann der Impfschutz vor Hepatitis A, Hepatitis B, Typhus, Gelbfieber, Tollwut, Japanischer Enzephalitis und einigem mehr rechtzeitig vor der Abreise gegeben oder eingeplant werden. Viele Maßnahmen hängen auch vom Alter und den Vorerkrankungen der Reisenden ab. Berücksichtigen sollte man ebenso, dass die medizinische Versorgung in anderen Teilen der Erde oft nicht mit unserer zu vergleichen ist. Bei der individuellen reisemedizinischen Beratung sollten alle Aspekte der Reise offen zur Sprache kommen. Am besten etwa sechs Wochen vor der Reise sollte die reisemedizinische Beratung eingeplant werden, damit die Gesundheitsrisken so gering wie möglich sind.
Eine kleine Wunde, große Gefahr: Eine Sepsis kann sich aus harmlosen Infektionen entwickeln – und schnell lebensbedrohlich werden. Wer die Warnzeichen kennt, kann rechtzeitig handeln.