Kopfläuse
Was tun?

Weshalb sind eigentlich meistens Kinder von Kopflausbefall betroffen? Weil Kinder, vor allem die kleineren, beim Spielen noch oft die Köpfe zusammen stecken.
Übertragung
Läuse können nämlich weder fliegen noch springen. Sie müssen von Kopf zu Kopf krabbeln, entweder direkt, oder über eine Zwischenstation. Diese kann sein: Jacke und Mütze an der Garderobe, Kopfstütze in öffentlichen Verkehrsmitteln, Helme oder Mützen, die man im Kaufhaus probiert, Kissen in der Kuschelecke des Kindergartens, oder ähnliches. Wandern können nur die ausgewachsenen Läuse.
Die beste Möglichkeit, sich vor Kopfläusen zu schützen, ist eine regelmäßige Kontrolle. Da die Läuse sehr flink und lichtscheu sind, reicht allerdings eine Sichtprüfung - auch mit Lupe – nicht aus.
Kontrolle
Die sicherste Methode ist folgende:
Einmal wöchentlich, nach dem Haare waschen, wird in das feuchte Haar großzügig Conditioner (Haarkur, Spülung) einmassiert. Dieser sorgt durch seine schlammige Konsistenz dafür, dass die Läuse vorübergehend bewegungsunfähig werden.
Zunächst entwirrt man die Haare mit einem normalen Kamm oder einer Bürste, anschließend kämmt man mit einem Läusekamm (Nissenkamm) am ganzen Kopf Strähne für Strähne des Haares komplett entlang der Kopfhaut bis über die Spitze hinaus durch. Nach jeder Strähne streicht man den Conditioner vom Kamm auf ein Stück Küchenrolle und kontrolliert, ob sich Läuse darin befinden. Diese Methode entfernt nicht die Nissen (Läuseeier), sondern die lebenden Tiere aller Entwicklungsstadien.
Anhand der Zahl der gefundenen Tiere kann man darauf schließen, wie lange der Lausbefall bereits vorliegt.
Behandlung
Wenn tatsächlich Läuse gefunden wurden, ist eine Behandlung erforderlich. In der Apotheke sind sehr gute Läuseshampoos erhältlich. Deren Wirkung kann mit der Conditioner-Methode auf Erfolg überprüft werden. Inzwischen gibt es nämlich leider schon viele Läusestämme, die gegen die herkömmlichen Mittel resistent sind. Die Behandlung muss nach zehn Tagen wiederholt werden, da die Läuse in den Nissen so gut geschützt sind, dass sie überleben. Erst nach dem Schlüpfen kann man auch sie bekämpfen.





