Eine Studie mit 10.000 jungen Menschen, durchgeführt von Forschern, ergab, dass Kinder, die bereits in jungen Jahren gerne lesen, in kognitiven Tests besser besser abschneiden und in der Pubertät eine bessere psychische Gesundheit aufweisen.
Eine Studie mit 10.000 jungen Menschen, durchgeführt von Forschern der University of Cambridge, der University of Warwick und der chinesischen Fudan University, ergab, dass Kinder, die bereits in jungen Jahren gerne lesenArtikelKinder brauchen BücherWarum Vorlesen alles verändert, welche Bücher in welchem Alter passen und was du tun kannst, wenn dein Kind nicht zuhört., in kognitiven Tests besser abschneiden und beim Eintritt in die Pubertät eine bessere psychische Gesundheit aufweisen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift "Psychological Medicine" veröffentlicht.
ArtikelWie kann ich mein Kind zum Lernen motivieren?Wieso, weshalb, warum? Kinder lernen spielerisch und wollen alles wissen. Doch kaum in der Schule, wird das Lernen plötzlichzum Problem. Dabei sind Kinder eigentlich richtige Lernmonster. Was ihr tun könnt, dass es so bleibt, erfahrt ihr hier.
Für die Studie wurden Tausende von Datensätzen der "US-Kohorte Adolescent Brain and Cognitive Development" analysiert. Dabei wurden verschiedene Daten wie klinische Interviews, Kognitionstests, Bewertungen der Psyche und des Verhaltens sowie Gehirn-Scans berücksichtigt. Die Forscher verglichen junge Menschen, die bereits im Alter von zwei bis neun Jahren mit dem Lesen zum Vergnügen begonnen hatten, mit denen, die erst später oder überhaupt nicht damit begonnen hatten. Dabei wurden auch wichtige Faktoren wie der sozioökonomische Status berücksichtigt.
Von den insgesamt 10.243 untersuchten Teilnehmern hatten knapp 48 Prozent nur wenig Erfahrung mit dem Lesen zum Vergnügen oder hatten erst später damit begonnen. Die andere Hälfte der Kinder hatte zwischen drei und zehn Jahren damit verbracht, aus eigenem Vergnügen zu lesen. Die Analysen ergaben einen deutlichen Zusammenhang zwischen frühem LesenArtikelLeselust bei Kindern fördernWas können wir tun, um die Leselust unserer Kleinsten zu wecken? und einer besseren Leistung in späteren kognitiven Tests. Diese Tests bewerteten Faktoren wie verbales Lernen, Gedächtnis, Sprachentwicklung und schulische Leistungen.
Des Weiteren wiesen die lesenden Kinder ein besseres psychisches WohlbefindenArtikelWarum ist das Vorlesen so wichtig?Rund 32 Prozent der Eltern lesen ihren Kindern selten oder nie vor. Besonders bedenklich ist dies in der Phase, bevor die Kinder in die Schule kommen. Der Mangel an Vorleseerfahrungen kann einen nachhaltigen Einfluss auf ihre Lesekompetenz haben. auf, zeigten weniger Anzeichen von Stress und Depressionen, hatten eine verbesserte Aufmerksamkeit und weniger Verhaltensprobleme wie Aggression oder Regelverstöße. Zudem verbrachten diese Kinder in der Pubertät weniger Zeit vor BildschirmenArtikelWarum draußen spielen für Kinder so wichtig istWir beschreiben die essentiellen Vorteile am spielen an der frischen Luft und hatten längere SchlafzeitenArtikelSchlaf für die ganze Familie: Warum er für Eltern und Kinder so wichtig istIn einer Welt voller Herausforderungen, in der junge Eltern oft mit Schlafmangel kämpfen, ist es entscheidend zu verstehen, warum er für die Gesundheit und das Wohlbefinden der ganzen Familie unverzichtbar ist..
Die Analyse der Gehirn-Scans zeigte, dass die Teilnehmer insgesamt etwas größere Gehirnareale und -volumina aufwiesen. Vor allem diejenigen Bereiche des Gehirns, die für kognitive Funktionen entscheidend sind, waren betroffen. Es wurden auch Unterschiede in anderen Gehirnregionen festgestellt, die in der Vergangenheit bereits mit verbesserter psychischer Gesundheit, Verhalten und Aufmerksamkeit in Verbindung gebracht wurden.
Rund 32 Prozent der Eltern lesen ihren Kindern selten oder nie vor. Besonders bedenklich ist dies in der Phase, bevor die Kinder in die Schule kommen. Der Mangel an Vorleseerfahrungen kann einen nachhaltigen Einfluss auf ihre Lesekompetenz haben.