Noten sind nicht alles - wie man auf Zeugnisse reagieren sollte

Mehr als einer Million Schüler wird Ende Juli wieder schwarz auf weiß mitgeteilt, was das Schulsystem von ihnen hält. Ob die klassischen Zensuren von „sehr gut“ bis „ungenügend“ jedoch das Maß aller Dinge sein sollten, steht auf einem anderen als dem Zeugnisblatt. Erst recht vor dem Hintergrund eines Schulwesens, das in den letzten Jahren deutlich an Leistungs- und Notendruck zugenommen hat. Schon Drittklässler sorgen sich, ob es wohl fürs Gymnasium reicht und bei Schulabgängern soll manchmal allein der Notenschnitt über die Zukunft entscheiden.
Beistand statt Vorwurf
Eine 5 oder 6 ist daher mehr als eine Zahl. Sie sorgt zum Ende des Schuljahres oft für Enttäuschung, Verzweiflung oder Angst. Vielen Kindern drohen zu Hause Ärger und Druck und sie fühlen sich durch die Note als ganzer Mensch beurteilt. „Du bist eine Fünf!“, signalisieren wütende Eltern und erreichen damit nur, dass das ohnehin schon angeknackste Selbstbewusstsein und die Motivation zum Lernen noch tiefer in den Keller sinken.

