Wenn Eifersucht in der Familie mitschwingt – ein Gefühl im Verborgenen
Wenn ein Baby geboren wird, erwarten alle pure Freude. Doch still und leise schleicht sich manchmal ein anderes Gefühl ein: Eifersucht. Zwischen Geschwistern, Eltern oder Großeltern. Erfahre, wie du damit umgehen kannst.

Wenn ein Baby geboren wird, erwarten alle pure Freude. Doch still und leise schleicht sich manchmal ein anderes Gefühl ein: Eifersucht. Zwischen Geschwistern, Eltern oder Großeltern. Erfahre, wie du damit umgehen kannst.
Eifersucht ist ein Gefühl, über das kaum jemand gerne spricht. Schon gar nicht in Familien, in denen gerade ein Baby geboren wurde. Denn wer gibt schon gerne zu, dass die Freude über das neue Leben von leisen Stichen im Herzen begleitet wird? Diese kleinen Eifersuchts-Momente sind jedoch weit verbreitet. Sie tauchen zwischen Geschwistern auf, zwischen Großeltern und Eltern. Überall dort, wo Bindung, Liebe und Aufmerksamkeit verteilt werden.
Ein Gefühl mit vielen Gesichtern
Eifersucht fühlt sich oft an wie ein Schatten im Raum. Manchmal zeigt er sich als Traurigkeit, manchmal als Wut oder Rückzug. Doch immer steckt dieselbe Botschaft dahinter: die Angst, etwas Kostbares zu verlieren. Nämlich Aufmerksamkeit, Nähe oder Sicherheit.
Nach der Geburt eines Babys tritt Eifersucht besonders häufig auf. Kein Wunder, schließlich verändert sich das Beziehungsgeflecht innerhalb der Familie in dieser Zeit grundlegend. Plötzlich wird alles anders verteilt: Zuwendung, Zeit, Anerkennung.
Typische Situationen, in denen Eifersucht entsteht
- Zwischen den Geschwistern: Wenn ein Erstgeborenes die Eltern bisher ganz für sich hatte, kann die Ankunft eines Babys wie ein Gewitter im Sonnenschein wirken. Vorher war es Mittelpunkt, jetzt sitzt Mama stundenlang mit dem Baby auf dem Sofa, während Papa dem Neugeborenen Kosenamen ins Ohr flüstert. Für Kinder bedeutet geteilte Aufmerksamkeit oft: Vielleicht reicht die Liebe nun nicht mehr für alle gleich.
- Zwischen den Eltern: Auch zwischen Partnern kann Eifersucht entstehen. Viele Mütter empfinden Traurigkeit, wenn der Partner nach wenigen Wochen wieder Sport treibt oder Freunde trifft, während sie selbst mit Stillen, Rückbildung und unruhigen Nächten beschäftigt sind. Väter wiederum fühlen sich manchmal ausgeschlossen, wenn Mutter und Baby eine enge Einheit bilden, in die niemand sonst eindringen kann.
- Wenn Großeltern das Baby auf dem Arm wiegen und Sätze fallen wie „So habe ich dich damals auch beruhigt“, kann das ebenfalls Eifersucht auslösen. Oft mischt sich hier ein weiteres Gefühl hinein: der Wunsch, weiterhin als Mutter oder Vater wahrgenommen und respektiert zu werden.






