Wenn Mama mehr macht – und Papa es oft nicht sieht
Mütter tragen im Familienalltag die Hauptlast – und viele Väter nehmen das kaum wahr. Eine neue Studie zeigt, wie groß die Lücke zwischen Realität und Wahrnehmung ist.

Mütter tragen im Familienalltag die Hauptlast – und viele Väter nehmen das kaum wahr. Eine neue Studie zeigt, wie groß die Lücke zwischen Realität und Wahrnehmung ist.
Mütter übernehmen im Familienalltag deutlich mehr Verantwortung und viele Väter nehmen das nicht einmal wahr. Das zeigt die repräsentative Studie „Familie und Erziehung 2025“ der Krankenkasse Pronova BKK, für die 2.000 Mütter und Väter befragt wurden.
Mütter mit hohen Ansprüchen an sich selbst
Mütter stellen an ihre Rolle besonders strenge Maßstäbe: 70 Prozent möchten viel Zeit mit ihren Kindern verbringen, zwei Drittel bleiben zu Hause, wenn das Kind krank ist, und eine enge emotionale Bindung gehört für die meisten selbstverständlich dazu. Auffällig ist, dass Frauen damit deutlich mehr von sich selbst erwarten, als Väter an sie herantragen.
"Die Erwartungen der Mütter an die Beziehung zu ihrem Kind sind nur sehr bedingt davon geprägt, was Väter erwarten. Vielmehr spiegeln sie überhöhte bis verzerrte Ansprüche wider, die Mütter an sich selbst stellen", erklärt Familienpsychologin Nina GrimmAusflugszielHaus der Familie - ElternschuleHaus der Familie - Elternschule in Munich. im Auftrag der Pronova BKK.
Unsichtbare Care-Arbeit
Die Studie zeigt zudem: Väter unterschätzen oft, was Mütter im Alltag tatsächlich leisten. So geben 67 Prozent der Mütter an, dass sie zu Hause bleiben, wenn das Kind krank ist. Doch nur 51 Prozent der Väter nehmen das wahr, eine Differenz von 16 Prozentpunkten. Auch bei Hausarbeit und Organisation des Familienlebens zeigen sich ähnliche Lücken.






