Würde ein "Unter-16-Social-Media-Verbot” Familien schützen – oder sie alleinlassen?

Die Diskussion kommt nicht aus dem Nichts. In Deutschland wächst seit Jahren die Sorge um die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Kinderärzte berichten von mehr Schlafstörungen, Schulsozialarbeitende von zunehmendem sozialen Druck, Lehrkräfte von Konzentrationsproblemen. Gleichzeitig verbringen viele junge Menschen mehrere Stunden täglich auf Plattformen wie TikTok, Instagram oder Snapchat.
Vor diesem Hintergrund gewinnt eine Frage politisches Gewicht, die Eltern längst umtreibt: Sollte Social Media für unter 16-Jährige gesetzlich eingeschränkt oder verboten werden?
Nachdem Australien ein solches Verbot beschlossen hat, wird auch hierzulande intensiver diskutiert. In Bundesländern, Parteien und Fachgremien stehen strengere Altersgrenzen, verpflichtende Altersverifikationen und eine stärkere Haftung der Plattformen zur Debatte. Bundesfamilienministerium, Jugendmedienschützer und Medienpädagogen sind sich zumindest in einem Punkt einig: Der bisherige Schutz reicht nicht aus.
