Kleiner Pieks, große Debatte
Der vorgeburtliche Bluttest als Kassenleistung kommt.

Der vorgeburtliche Bluttest als Kassenleistung kommt.
Ist unser Kind gesund? Diese Frage treibt wohl alle werdenden Eltern um. Die Medizin kann darauf immer genauere Antworten geben. Zudem soll es für Risikoschwangerschaften bald den nicht invasiven und deshalb risikoarmen Pränatal-Test (NIPT) als Kassenleistung geben. Aber die aktuelle Debatte um den Bluttest auf Trisomie 21 zeigt, dass dieser Fortschritt für Betroffene auch neue Konflikte und quälende Überlegungen mit sich bringt. Wollen wir überhaupt vorab wissen, ob unser Kind krank ist? Was, wenn eine schwerwiegende Krankheit diagnostiziert wird?
Bluttest für Risikoschwangere kostenlos
Seit einigen Jahren gibt es den Test, der bereits um die 10. Schwangerschaftswoche zum Einsatz kommen kann und nach etwa 10 Tagen ein Ergebnis liefert. Nur 20 Milliliter Blut der werdenden Mutter reichen aus, um Spuren des kindlichen Erbguts zu gewinnen und auf Chromosomen-Abweichungen beim Ungeborenen zu untersuchen. Befürworter betonen die schonende Methode der vorgeburtlichen Diagnostik, Kritiker befürchten mehr Abtreibungen und Selektion. Nur unter engen Voraussetzungen und in begründeten Fällen wollen die Krankenkassen ab voraussichtlich Ende 2020 den 200 bis 300 Euro teuren Test bezahlen. Zur Zielgruppe gehören Frauen, die über 35 Jahre alt sind, eine Chromosomen-Abweichung bei einer früheren Schwangerschaft bzw. in der Familie aufweisen oder ein auffälliges Ergebnis beim Ersttrimester-Screening
ArtikelAb wann erkennt man das Geschlecht vom Baby?Ab wann erkennt man das Geschlecht des Babys? Erste Hinweise gibt es ab der 12. SSW, sicher wird es meist zwischen der 16. und 20. Woche. mit der Messung der Nackenfalte und zwei Blutuntersuchungen erhalten haben. Erst bei einem mittleren Risiko zwischen 1 zu 100 und 1 zu 1000 raten Experten zum Bluttest, am besten ab der 12. Woche. Dann nämlich befindet sich mehr kindliche DNA im Blut der Mutter und liefert noch genauere Ergebnisse. Der Pränatal-Test ermittelt, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für eine Trisomie 21 (Down-Syndrom) oder die seltenere und mit schwerwiegenderen Behinderungen verbundene Trisomie 18 (Edwards-Syndrom) und Trisomie 13 (Pätau-Syndrom) ist. Zusätzlich kann über die Anzahl der Geschlechts-Chromosomen ein mögliches Klinefelter-, Turner-, Triple-X- oder XYY-Syndrom festgestellt werden. Weil ein „positives“ Ergebnis bei allen werdenden Eltern viele Fragen, Ängste und Zweifel hervorruft, soll eine eigehende Beratung vor dem Test verpflichtend sein.






