Nach dem Chancengipfel: Baden-Württemberg zieht Bilanz – was heißt das für Bayern?


Drei Monate nach dem bundesweiten „Chancen Gipfel“ von Eltern- und Schülervertretern hat Baden-Württemberg als erstes Bundesland eine offizielle Bilanz gezogen. Der Bundeselternrat und das dortige Kultusministerium sprechen von einem konstruktiven Austausch. Für Familien in Bayern stellt sich die naheliegende Frage: Betrifft das auch uns? Die kurze Antwort: Die vier Themenfelder des Gipfels sind bundesweit relevant – ein vergleichbares Gespräch mit dem Freistaat gab es nach aktuellem Recherchestand allerdings nicht, und dafür gibt es einen strukturellen Grund.
Was war der Chancengipfel überhaupt?
Ende Juni trafen sich in Stuttgart rund 60 Eltern- und Schülervertreter, Bildungspolitiker und Vertreter von Bildungsorganisationen zum „Chancengipfel“ – organisiert vom Bundeselternrat (BER) und der Bundesschülerinnenkonferenz (BSK) im Rahmen des Futuromundo-Festivals. Verhandelt wurden vier Handlungsfelder: Digitalisierung, Schulgesundheit und Wohlbefinden, Unterrichtsqualität sowie Chancengerechtigkeit. Die Ergebnisse hielt der Bundeselternrat in einem Strategiepapier fest, das anschließend an politische Vertreter übergeben wurde. Unter den Teilnehmenden waren bereits beim Gipfel selbst Vertreter der Kultusministerien aus Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt.
Der Bundeselternrat ist dabei kein Verein einzelner Eltern, sondern ein Dachverband: eine freiwillige Arbeitsgemeinschaft der Landeselternvertretungen der Bundesländer. Das ist für die Bayern-Frage wichtig – dazu gleich mehr.


