Sport tut Schwangeren gut

Müdigkeit gehört oft zu den ersten Anzeichen einer Schwangerschaft. Die hormonellen Veränderungen ziehen viele werdende Mütter in dieser Lebensphase verstärkt aufs Sofa. Außerdem sorgen sich Schwangere nicht selten: Kann ich jetzt noch joggen gehen? Lasse ich mein Fahrrad besser stehen, um dem Baby nicht zu schaden? Maria Flothkötter, Leiterin des Netzwerks Gesund ins Leben, weiß: „Bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft ist moderate Bewegung ausdrücklich erwünscht. Sie ist sicher und hat für Mutter und Kind viele positive gesundheitliche Effekte.“ Das bestätigen auch die nationalen Handlungsempfehlungen zu Ernährung und Lebensstil vor und in der Schwangerschaft, die das Netzwerk herausgibt.
Frauen bewegen sich während der Schwangerschaft oft weniger als vorher. „Gründe dafür sind vor allem Ängste und Sicherheitsaspekte“, erklärt Prof. Dr. Christine Graf von der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention e.V. und Mitautorin der Empfehlungen. Dabei gebe es eine einfache Methode, mit der jede Schwangere selbst prüfen kann, ob sie sich nicht überanstrengt. „Das ist der Talk-Test. Eine Unterhaltung sollte während der körperlichen Belastung immer noch möglich sein.“
Talk-Test als Check für mäßige Intensität
Die Aktivität kann durchaus als „etwas anstrengend“ empfunden werden. „Moderat heißt, etwas ins Schwitzen bzw. außer Puste zu kommen. Ist die Atmung aber so erschwert, dass ein Gespräch schwierig oder unmöglich wird, muss die Intensität verringert werden“, erläutert Expertin Graf die Anwendung des Talk-Tests.
