Einsamkeit bei Kindern: Wenn sich schon Grundschüler allein fühlen
Einsamkeit ist kein Gefühl, das nur ältere Menschen betrifft. Auch Kinder – selbst im Grundschulalter – fühlen sich zunehmend allein. Das zeigen aktuelle Auswertungen der Studie „Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten“ (AID:A) des Deutschen Jugendinstituts. Demnach fühlt sich mehr als jedes fünfte Kind zwischen fünf und elf Jahren zumindest manchmal einsam. Für viele Eltern ist das überraschend – und zugleich ein deutliches Warnsignal.
Einsamkeit hat viele Gesichter – auch bei Kindern
Einsamkeit bedeutet nicht einfach nur, dass ein Kind gerade allein spielt oder keinen Spieltermin hat. Vielmehr geht es um das subjektive Gefühl, nicht genügend soziale Kontakte zu haben oder sich emotional nicht verbunden zu fühlen. Das kann auch inmitten einer Gruppe auftreten – zum Beispiel in der Schule oder sogar zu Hause in der Familie.
Die Studie zeigt: 17 Prozent der Kinder in diesem Alter fühlen sich manchmal einsam, 5 Prozent sogar häufig oder ganz oft. Besonders betroffen sind Kinder, die in Trennungsfamilien oder in schwierigen finanziellen Verhältnissen leben. Hier geben rund ein Drittel der befragten Kinder an, sich regelmäßig einsam zu fühlen.
