HPV-Impfung
Kleiner Piks mit großer Wirkung.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek
ArtikelImpf-FinderSchneller zum Covid-19 Impftermin hat die 6. Bayerische Impfwoche eröffnet und die Bürgerinnen und Bürger zu wichtigen Schutzimpfungen aufgerufen. Holetschek betonte zum Auftakt am Montag in München: „Nicht nur die Corona-Impfung ist wichtig, in diesem Jahr steht die Impfung gegen krebserregende Humane Papillomviren (HPV) im Mittelpunkt der Impfwoche. HPV kann unter anderem Gebärmutterhalskrebs auslösen. Aber die Viren sind nicht nur für Frauen gefährlich: Auch bei Männern kann eine Infektion Krebs verursachen. Übertragen werden die Viren vor allem beim Geschlechtsverkehr.“
Holetschek erläuterte: „HPV gehören zu den Erregern, die der breiten Bevölkerung eher unbekannt sind. Das äußert sich in den schlechten Impfquoten: Stand 2019 waren in Bayern bei den 15-jährigen Mädchen rund 40 Prozent geimpft, bei 15-jährigen Jungen nur 3,6 Prozent. Das ist zu wenig, denn Schätzungen zufolge infizieren sich 75 bis 80 Prozent der Menschen irgendwann im Leben mit dem Virus.“
Die Mehrheit der HPV-Infektionen bleibt unbemerkt. Aber nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) erkranken Jahr für Jahr rund 6.250 Frauen und 1.600 Männer in Deutschland an HPV-bedingtem Krebs. Holetschek warnte: „Allein 4.000 Frauen erhalten jedes Jahr die Diagnose Gebärmutterhalskrebs (Quelle RKI, 2018). Rund 1.500 von ihnen sterben daran – also fast jede dritte betroffene Frau. Eine einfache Impfung, idealerweise im Kindes- und Jugendalter, schützt davor und gilt als gut verträglich.“
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die HPV-Impfung für Mädchen und Jungen zwischen 9 und 14 Jahren. Auch bis zum 18. Geburtstag empfiehlt die STIKO eine Nachholimpfung. Doch selbst Erwachsene können nach Experteneinschätzung von einer nachträglichen Impfung noch profitieren. Die Weltgesundheitsorganisation will bis 2030 eine weltweite Impfquote von 90 Prozent bei 15-jährigen Mädchen erreichen.






