Mehr Bewegung für Mädchen: Wie Bayerns Sportvereine junge Frauen zum Dranbleiben motivieren
Das Problem dabei: Wer sich in jungen Jahren nicht an Bewegung gewöhnt, bleibt später oft dauerhaft inaktiv. Das kann langfristig gesundheitliche Folgen haben. ... Und so können Mädchen leichter den für sie passenden Sport finden.
ZR
Zwergerl Redaktion
6. Februar 2025·2 Min.
Sport macht Spaß, hält fit und stärkt das Selbstbewusstsein – doch viele Mädchen und junge Frauen kehren den Vereinen den Rücken. Warum ist das so? Und was kann dagegen getan werden? Genau hier setzt eine neue Initiative des Bayerischen Landes-Sportverbands (BLSV)ArtikelMehr Sport für Kinder in BayernFreistaat übernimmt Jahresbeiträge für alle bayerischen Grundschüler im Schuljahr 2021/22. an, die von Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach unterstützt wird. Das Ziel: Mädchen für Sport begeistern, bevor sie ihre Mitgliedschaft aufgeben – und ihnen Alternativen aufzeigen, wenn sie doch aussteigen.
Warum hören Mädchen mit dem Sport auf?
Studien zeigen, dass viele Mädchen in der Pubertät aufhören, regelmäßig Sport zu treiben. Die Gründe sind vielfältig:
Fehlende Zeit durch Schule und andere Verpflichtungen
Zu wenige Sportangebote, die ihren Interessen entsprechen
ArtikelMädchen an den BallDer Verein FT München Gern möchte in Zusammenarbeit mit der Stadt die Sportbegeisterung junger Mädchen fördern.
Mangelnde Vorbilder und Motivation
Ein Umfeld, in dem sie sich nicht wohlfühlen
Das Problem dabei: Wer sich in jungen Jahren nicht an Bewegung gewöhnt, bleibt später oft dauerhaft inaktiv. Das kann langfristig gesundheitliche Folgen haben.
Neue Wege: Individuelle Sportangebote und digitale Unterstützung
Damit Mädchen nicht einfach aus den Vereinen verschwinden, setzt der BLSV auf zwei Maßnahmen:
Angepasste Sportangebote: Sportarten und Trainingskonzepte, die besser auf die Bedürfnisse von Mädchen zugeschnitten sind.
Digitale Unterstützung: Die Plattform „verein360“ soll erweitert werden. Mädchen, die sich aus einem Verein abmelden, bekommen gezielt Infos über Alternativangebote in ihrer Nähe.
So können Mädchen leichter den für sie passenden Sport finden – ob Wettkampf oder freizeitorientiertes Training.
Vorbilder und Spaß an Bewegung sind entscheidend
Ministerin Gerlach betont: „Nur 38 Prozent der Mitglieder in bayerischen Sportvereinen sind weiblich. Das zeigt, dass wir mehr Angebote schaffen müssen, die Mädchen wirklich ansprechen. Dabei geht es nicht nur um Leistung, sondern vor allem um Spaß an der Bewegung.“
Ein weiterer wichtiger Punkt: Weibliche Vorbilder im SportArtikelNach der EM ist vor der EM: Mädchenförderung bleibt eine gesellschaftliche AufgabeGroße Turniere rücken den Frauenfußball kurz ins Rampenlicht. Doch echte Gleichberechtigung auf dem Platz braucht mehr als mediale Aufmerksamkeit. "Mädchen am Ball" kämpft auch nach der EM für Chancengleichheit im Sport.. Junge Frauen sollen sehen, dass es sich lohnt, dranzubleiben – egal auf welchem sportlichen Niveau.
Sportvereine als Schlüssel für mehr Bewegung
Die Initiative ist Teil des Programms „Gesund.Leben.Bayern.ArtikelÜbergewicht bei Kindern: Studie entlarvt Klischees über das gesunde LandlebenEine neue Studie räumt mit Klischees auf: Kinder auf dem Land haben häufiger Übergewicht. Erfahre, warum das so ist – und wie Eltern die Gesundheit ihrer Kinder fördern können.“, mit dem das Gesundheitsministerium bereits viele Bewegungsprojekte gefördert hat. Die Zusammenarbeit mit dem BLSV zeigt: Sportvereine sind zentrale Akteure, wenn es darum geht, Mädchen zu motivieren und langfristig für Bewegung zu begeistern.
Denn eins ist klar: Sport stärkt nicht nur den Körper, sondern auch das Selbstbewusstsein – und das ist für Mädchen in jedem Alter unbezahlbar.