Bio für Kinder ist Partner und der neue Biospeiseplan Teil eines Forschungs-Praxis-Verbundprojekts der Tollwood GmbH mit der Universität Greifswald: „How much is the dish?“, Maßnahmen zur Erhöhung der Biodiversität durch True Cost Accounting bei Lebensmitteln (kurz: HoMaBiLe). Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und läuft bis September 2024. Die Forschungsarbeiten zu den externalisierten Kosten in der Landwirtschaft (True Cost Accounting) bilden das wissenschaftliche Fundament und Grundgerüst für das neue Tool.
„Die Forschung zu den externen Kosten in der Landwirtschaft zeigt: Ökologisch erzeugte Lebensmittel verursachen weit weniger Folgekosten für die Umwelt, die Gesundheit und die soziale Gerechtigkeit“, erläuterte Professor Dr. Tobias Gaugler. Der Wissenschaftler der TH Nürnberg leitet das Forschungsprojekt – ursprünglich in seiner früheren Stelle bei der Universität Greifswald. Er unterstrich: „Neben geringeren Kosten für Umwelt und Gesellschaft erbringt der Bio-Landbau wichtige Ökosystemdienstleistungen, die eine gute Lebensmittelversorgung in Zukunft sichern helfen. All das sollte in den Preisen der Lebensmittel und in der Entlohnung engagierter Landwirtinnen und Landwirte wirtschaftlich abgebildet werden.“
Das Forschungsvorhaben beziffert die Umweltfolgekosten der Nahrungsproduktion etwa für Fleisch, Käse und Gemüse anhand von Parametern wie Schadstoffausstoß (Nitrate, Stickstoff), Klimagasen und Landnutzungsänderung. Es liefert umfassende Preisdaten, auf deren Basis die Politik und Lebensmittelwirtschaft effiziente Maßnahmen zum Klimaschutz und Erhalt der Artenvielfalt ergreifen können. Tollwood ist Praxispartner und trägt die Ergebnisse in die Gesellschaft. Als Teilprojekt leistet Bio für Kinder damit einen wichtigen Beitrag für den Umweltschutz und eine lebenswerte Zukunft.