„Happy family“?

Brauchen wir Liebeserklärungen im Heißluftballon, Motto-Traum-Hochzeiten, Statement-Shirts für Schwangere, Fotos von Neugeborenen im Blumentopf, Kunstworkshops für Dreijährige, mehrstöckige Einhorn-Geburtstagstorten und Save-the-Date-Karten für den ersten Schultag? „Nein!“, sagt die Kommunikationswissenschaftlerin Dr. Bianca Kellner-Zotz und enttarnt in ihrem Buch „Happy family“ unseren medialisierten Alltag als stete Quelle für Stress und Unzufriedenheit.
Denn die stilisierte Scheinwelt auf Facebook, Instagram und Co. setzt unerreichbare Standards und treibt uns an, ein durchgetaktetes, optimiertes Leben inklusive Top-Beruf, attraktivem Partner und immer glücklicher Familie anzustreben. Wir wollen ständig das Besondere erleben und stellen unser hart erarbeitetes Glück online aus. Doch das Leben nach der Logik der Massenmedien ist anstrengend und im Offline-Dasein meist gar nicht so easy und hip. Der Selbstverwirklichungs- und Inszenierungsdrucksorgt für Erschöpfung, Frust und Neid.


