Warum Mütter heute so erschöpft sind – und was wir endlich ändern müssen
Zwergerl-Leserin Tina Burtscheidt ist Mama und Autorin. In ihrem Gastbeitrag für das Zwergerl Magazin denkt sie über das Mama-Sein nach.

Zwergerl-Leserin Tina Burtscheidt ist Mama und Autorin. In ihrem Gastbeitrag für das Zwergerl Magazin denkt sie über das Mama-Sein nach.
Ich bin Mutter von neun Kindern. Und ich war schon oft erschöpft – körperlich, seelisch, manchmal bis tief in mein Herz hinein. Aber das, was ich in den letzten Jahren immer häufiger sehe, geht über das normale „Ich bin müde“-Gefühl hinaus. Viele Mütter sind innerlich leer
ArtikelWenn die Müdigkeit bleibt – Dauererschöpfung bei Eltern und KindernEltern kämpfen nicht nur mit zu kurzen Nächten – auch Mental Load und Dauerstress rauben Energie. Wie Sie aus der Erschöpfungsspirale ausbrechen können.. Sie funktionieren. Und sie fragen sich still: Was ist eigentlich mit mir passiert?
Früher war das Leben für Mütter sicher nicht leichter, aber es war klarer. Heute sollen wir alles gleichzeitig sein: liebevoll und unabhängig, stark und sanft, erfolgreich und achtsam, Mutter und Frau – am besten perfekt ausbalanciert und dabei immer positiv. Doch dieses Bild überfordert. Denn niemand kann in zwei gegensätzlichen Welten gleichzeitig leben – in der Welt der Fürsorge und in der Welt der permanenten Selbstoptimierung.
Ich selbst bin sehr jung Mutter geworden. Es gab keine Phase des „Erwachsenwerdens“, kein Ausprobieren, kein „Wer bin ich eigentlich?“. Ich war plötzlich Mama – und das war völlig in Ordnung. Ich war erfüllt, kreativ, mitten im Leben. Bis der Vergleich kam. Bis ich dachte, ich müsste auch „mehr“ sein. Mehr leisten, mehr erreichen, mehr beweisen. Ich begann Ausbildungen, Kurse, Projekte – und irgendwann war von der Leichtigkeit, die ich am Anfang gespürt hatte, nichts mehr übrig.







